Der Süddeutsche Druck- und Medientag in Würzburg zeigte, wie vielfältig die Printproduktion ist und wo Chancen für Dienstleister liegen.

Christoph Schleunung

Auf dem Süddeutschen Druck- und Medientag trafen sich am 12. Mai 2017 in Würzburg mehr als 230 Unternehmer zu einer Standortbestimmung: Mit Print könne man auch in Zukunft gutes Geld verdienen, trotz eines nach wie vor schwierigen Marktumfeldes und einer noch nicht beendeten Konsolidierungswelle.

"Unsere Bogen-, Rollen- und Zeitungsdruckereien stellen sich dem neuen verschärften Marktumfeld mit Bravour, Weitsicht, Engagement und einer positiven Grundüberzeugung", so die Vorsitzenden der Verbände Druck und Medien in Baden-Württemberg und Bayern, Hartmut Villinger und Christoph Schleunung.

Gunther Schunk, Vogel Business Media, skizzierte den erfolgreichen Wandlungsprozess von einem klassischen Verlag mit Druckerei hin zu einem Unternehmen, das Fachwissen organisiert, Menschen und Märkte vernetzt und Kommunikationslösungen baut – für das Print nach wie vor den größten und wichtigsten Teil des Geschäfts ausmacht.

Reinhard Marschall, KBA-Deutschland, nahm die Chancen für Print in einer digitalisierten Welt in den Blick. Mit über 700 Milliarden Euro Umsatz sei der weltweite Druckmarkt größer als die Automobilindustrie. Der riesige Druckmarkt bietet der Druckbranche und ihren Lieferanten im Internet-Zeitalter viel Potential. Print punkte bei Information und Werbung mit Glaubwürdigkeit und Nachhaltigkeit, Online mit Aktualität und bewegten Bildern.

Wie vielfältige und nachhaltig die Wirkung von Printprodukten ist, das veranschaulichte der Neuromarketing-Experte Hans-Georg Häusel in seinem Vortrag "Wie Print im Gehirn wirkt". Er belegte, dass sich ein durch positive Emotionen aufgeladenes Produkt deutlich besser verkauft als ein neutrales, und das unabhängig seiner Produkteigenschaften. Print sei multisensorischer und deshalb wahrnehmungsfreundlicher als Digital. Print punkte zudem mit Entspannung, Lesegenuss und Leseintensität. (kü)

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