Bei der Berliner Druckerei H. Heenemann nehmen digitale Aufträge zu. Deshalb hat das Unternehmen in die Weiterverarbeitung investiert.

Geschäftsführer Dirk Hentschler, Maschinenführer Tim Fenner und Hans Thomas (Müller Martini Deutschland; v.l.)

Geschäftsführer Dirk Hentschler, Maschinenführer Tim Fenner und Hans Thomas (Müller Martini Deutschland; v.l.)

H. Heenemann in Berlin druckt immer mehr Jobs digital und in kleineren Auflagen. Jetzt hat der Dienstleister in einen Klebebinder Vareo von Müller Martini investiert. Mit 85 Prozent gibt volumenmäßig zwar immer noch der Offsetdruck den Ton an. Doch die vor vier Jahren eingeläutete "digitale Revolution" soll bis 2020 das Verhältnis ausgleichen. Ein Blick auf die Anzahl Titel zeigt, dass digital heute schon die Oberhand gewonnen hat. Die zielgruppenspezifischere Produktion führt zwangsläufig zu deutlich kleineren Job-Größen.

"Die Produktion muss aus einem Guss erfolgen – zumal es unsere Stärke als Familienunternehmen ist, schnell und agil auf neue Herausforderungen zu reagieren", sagt Dirk Hentschler. Der Geschäftsführer von H. Heenemann   kann mit den neuen Maschinen sowohl unterschiedlich dicke Bücher in Auflage 1 als auch größere Auflagen mit verarbeiten. Auf dem neuen Müller Martini-Klebebinder gewinnen Digital-Jobs gegenüber den Offset-Aufträgen betriebsstundenmäßig zusehends die Mehrheit.

Mit dem Kauf der ersten Bogendigitaldruck-Maschine 2013 begann beim Berliner Unternehmen ein Umbruch, der zu neuen Geschäftsmodellen führte. "Wir sind heute ein Consulting-Unternehmen mit angeschlossener Druckerei", ergänzt Dirk Hentschler. Nicht mehr nur Printprodukte, sondern gesamtheitliche Lösungen stehen im Kundenfokus. Dazu gehören Marketing-Kampagnen, IT-basierte Lösungen für Druckprodukte, Personalisierungen und ein Online-Shop. (kü)

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