Glosse
Wer nicht lesen will, kann schlecken
Es gibt eine Print-Innovation, die muss man sich auf der Zunge zergehen lassen …
von Imke Laurinat
Im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen lassen kann man sich ein neues Druckprodukt, das Printcity zusammen mit FIPP (Fédération Internationale de la Presse Périodique), der Agentur First Flavour und Sun Chemical auf die Schiene gebracht hat: In der Publikation "Magazin World" gab der erste Geschmackmusterstreifen, "Peel 'n Taste", sein Debüt.
Damit bei der Anwendung nichts schief gehen konnte, erhielten die Leser des Magazins vorsorglich eine Gebrauchsanweisung (Folienstreifen aus der Hülle ziehen und schmecken) sowie Informationen zu bereits erprobten Anwendungsszenarien.
Zunächst der Geschmackmusterstreifen eines Grapefruit-Saftes, den Mütter ihren Kindern geben können, damit sie schon vor dem nächsten Einkauf die Gewissheit haben, dass das Getränk den Kleinen auch wirklich schmecken wird. Keine Frage, das ist sehr praktisch – vermutlich geradezu ein Traum tausender leidgeprüfter Eltern.
Beim nächsten Anwendungsszenario wird es etwas komplizierter. Der Fernsehsender CBS lancierte eine neue Serie um eine kubanisch-amerikanische Familie, die mit – wie sollte es anders sein – der Destillation von Rum ein kleines Vermögen gemacht hat. Teil der Marketingkampagne waren Anzeigenschaltungen in dem Magazin "Rolling Stone". Und hier kam "Peel 'n Taste" ins Spiel – diesmal mit der Geschmacksrichtung Mojito, gemixt mit der fiktiven Rummarke des Fernsehclans!
Elf Millionen Zuschauer sollen wenig später bei CBS die Premiere der TV-Show verfolgt haben. Wenn das nicht ein eindeutiger Beweis dafür ist, dass sich mit der neuen "Peel 'n Taste"-Technik sogar Cocktails herstellen lassen, die ganz ohne Alkohol eine enorme Wirkung entfalten.
