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Lassen sich Beruf und Familie vereinbaren?
Fachkräfte sind Mangelware. Unternehmer, die ihre Mitarbeiter während der Erziehungsphase ihres Nachwuchses unterstützen, können dem Betrieb wertvolles Know-how erhalten. Wie lassen sich Beruf und Familie in der Unternehmenspraxis vereinbaren?
Ulrike Hausmann, Georg Kohl GmbH
"Wer Familie und Beruf unter einen Hut bringen möchte, muss flexibel sein. Unsere Arbeitsteilzeitmodelle, bei denen Arbeitszeiten zwischen 7,75 und 37 Stunden pro Woche möglich sind, schaffen dafür beste Voraussetzungen. Die Verteilung der Arbeitszeit auf Tage und Tageszeiten ist variabel. Während der Elternzeit haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. Dieses Angebot nehmen viele an, weil sie sich auch während der Elternzeit nicht ganz aus dem Berufsleben zurückziehen möchten. Der Wiedereinstieg in die Vollzeitbeschäftigung wird so für beide Seiten deutlich einfacher."
Andreas Mohr, Der Mohr GmbH
"Wir müssen als Arbeitgeber lernen, uns den Lebensumständen unserer Mitarbeiter ein Stück weit anzupassen. Für Mütter und Väter sowie in Pflege eingebundene Menschen ist die Teilzeit auch in der Ausbildung eine Chance. Wir bilden derzeit eine junge Mutter zur Kauffrau für Marketingkommunikation in Teilzeit aus. Dies ist vorteilhaft: Die Auszubildenden können zeitlich passend zur Betriebsstruktur eingesetzt werden und reduzierte Arbeitszeit verringert die monatliche Vergütung. Eine wegen Elternzeit abgebrochene Ausbildung kann in Teilzeit weitergeführt werden. Und der wichtigste Punkt ist die Motivation der Mitarbeiter."
Cornelia Rose-Olbrisch, VD Nord e.V.
"Familien sind grundrechtlich geschützt. Arbeitgeber beider Partner sollten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern, indem sie "Familienkarrieren" akzeptieren und den temporären Ausstieg für die Betreuung des Nachwuchses nicht mit einem Karriereknick quittieren. Gesetzlich vorgesehene Möglichkeiten wie Zuschüsse zur Kinderbetreuung, Teilzeitarbeit, flexible Arbeitszeiten und Arbeit von zu Hause aus sollten weiblichen und männlichen Mitarbeitern angeboten werden, wo immer dies möglich ist. Dies sind nur einige der möglichen und selbstverständlich auch in vielen Unternehmen bereits praktizierten Maßnahmen."



