Trendanalyse Mai 2013

Investitionstief

Die deutsche Druckindustrie legt mit –2,4 Prozent beim Umsatz und mit –3,1 Prozent beim Produktionsindex keine gute Bilanz für das Jahr 2012 vor. Positiv ist zu vermerken, dass im zweiten Jahr in Folge seit 2003 die Erzeugerpreise für Druckleistungen 2012 wieder gestiegen sind, aber die Kostensteigerungen bei Energie und Rohstoffen können nach wie vor bei weitem nicht kompensiert werden. Nach der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit ist es in der deutschen Druckindustrie nicht wieder wie nach der Krise 2001 zu drei Jahren mit zweistelligen Rückgängen beim Investitionsvolumen gekommen. Denn 2011 ist das Investitionsvolumen nur um 1,6 Prozent gegenüber 2010 gesunken (2010 waren es –4,3 Prozent), nachdem es im Krisenjahr 2009 noch um 17,8 Prozent gegenüber 2008 gesunken war. Damit sank es allerdings das dritte Jahr in Folge. Das ist das Ergebnis der aktuell veröffentlichten Investitionsstatistik des Statistischen Bundesamtes für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten. Die Kapazitäten sind nach wie vor unausgelastet, Auftragsmangel ist die Ursache.

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Erzeugerpreisindizes

Die Preise für Druckereileistungen sind 2012 um 1,1 Prozent gestiegen, der Indexwert beträgt 96,2 – das heißt seit 2005 haben die Preise um 3,8 Prozent verloren. Der Preisindex für das gesamte Verarbeitende Gewerbe stieg 2012 dagegen um 1,7 Prozent auf 113,5.

Kapazitätsauslastung

Die Kapazitätsauslastung lag 2012 in der Druckindustrie mit 81,8 Prozent um 0,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahr und in der Gesamtindustrie mit 84 Prozent um 2,2 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Dennoch ist die Auslastung im Druck zu niedrig; es gibt zu wenig Aufträge.

Produktionsbehinderungen

Auftragsmangel ist für die Druckindustrie mit Abstand der gewichtigste Grund bei den Produktionsbehinderungen. An zweiter Stelle folgt der Fachkräftemangel. Finanzierungsengpässe werden aktuell sehr selten, Materialknappheit fast gar nicht genannt.

Investitionen

Das Investitionsvolumen in der Druckindustrie ist im Jahr 2011 nach aktuell veröffentlichten Ergebnissen im Vergleich zum Jahr 2000 um 48 Prozent und damit stärker als die Beschäftigtenzahlen, die um nahezu 30 Prozent gesunken sind, zurück gegangen.

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