08.07.2010   |   bvdm

Druckbranche im Rückgang

bvdm-Präsident Rolf Schwarz präsentierte heute auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes aktuelle Zahlen zur Lage der Druckindustrie, die einen kontinuierlichen Schrumpfungsprozess anzeigen.

bvdm Vorstand bei der Jahrespressekonferenz

bvdm-Präsident Rolf Schwarz berichtet über die Lage der deutschen Druckindustrie

(dmnet) Auf seiner traditionellen Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main berichtete der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) heute über die aktuelle Lage der deutschen Druckindustrie und die Aussichten für die kommenden Monate.

Die deutsche Druckindustrie hatte 2009 in der größten Wirtschaftskrise aller Zeiten weniger starke Einbrüche zu verzeichnen als die meisten anderen bedeutenden Industriebranchen. Die Krise ist nun zwar beendet, ein Aufschwung ist für das Jahr 2010 dennoch noch nicht in Sicht. Für 2010 erwartet der bvdm einen weiteren Umsatzrückgang von –2,5 Prozent.

Rückläufiger Umsatz 2009
Im Jahr 2009 erwirtschafteten die rund 15.000 Unternehmen der Branche einen Umsatz von ca. 21,7 Milliarden Euro. Dies sind rund sechs Prozent weniger als noch im Jahr zuvor (23,1 Mrd. Euro). Die Kapazitätsauslastung der Betriebe sank im Jahresdurchschnitt 2009 auf 78,6 Prozent, das sind 3,4 Prozentpunkte weniger als 2008.

Das Exportvolumen der Druck- und Verlagserzeugnisse sank bedingt durch die globale Krise 2009 jeweils um 13 Prozent. Auch das Importvolumen ist geschrumpft und zwar um neun Prozent für Druckerzeugnisse und um sieben Prozent für Verlagserzeugnisse. Insgesamt bleibt die deutsche Druckindustrie aber weiter Nettoexporteur. Exporten in Höhe von 4,2 Milliarden Euro stehen Importe in Höhe von 1,9 Milliarden Euro gegenüber.

In der deutschen Druckindustrie arbeiteten im Jahr 2009 rund 165.800 Mitarbeiter, das sind 4,1 Prozent weniger als 2008 (172.000). Angesichts des noch fehlenden Aufschwungs befürchtet der bvdm, dass die Zahl der Beschäftigten in der Druckindustrie im Jahr 2010 weiter abnimmt. (dsc)




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