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10.03.2010 | STI Group
Kongress rund um die Aufsteller
Über 150 Teilnehmer aus acht Ländern diskutierten beim internationalen POS-Kongress der STI Group am 4. März über die Zukunft des Displays
(dmnet) Aus Anlass des 50. Geburtstages des Wellpappen-Displays in Europa veranstaltete die STI-Group für internationale Fachleute aus der Markenartikelindustrie, dem Handel und aus Werbeagenturen eine Zeitreise durch 50 Jahre Displaygeschichte und am darauf folgenden 4. März einen Kongress mit Präsentationen von Trendforschern und Point-of-Sale-Experten.
Die Entwicklung der Verkaufsförderung ist eng mit der Entwicklung des Handels verzahnt. Seit dem Siegeszug der Selbstbedienung Ende der 50er Jahre haben sich Displays als "Markenmacher" etabliert. Anfang der 60er Jahre wurden in Deutschland erstmals Displays aus Wellpappe in Serie gefertigt. Die Idee der temporären Zweitplatzierung hatte der Unternehmer Wilhelm Stabernack, der einst das Fundament zur heutigen STI Group schuf, in den USA entdeckt und nach Deutschland transferiert.
Moderator Hans G. Güldenberg, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Nestlé Deutschland AG, der selbst viele Jahrzehnte den POS-Auftritt internationaler Marken verantwortete führte als Kongressmoderator durch das Programm.
Das Display behält seine Bedeutung
Einig waren sich die Referenten, dass die POS-Kommunikation auch und gerade im Zeitalter der Online-Kommunikation eine hohe Bedeutung hat, denn nach wie vor findet hier die persönliche Begegnung von Kunde und Produkt statt. Martina Kühne, Senior-Beraterin des Gottlieb Duttweiler Instituts aus Zürich, bezeichnete den Laden als den dritten Ort, der neben dem heimischen Wohnzimmer und der Arbeitsstätte für Menschen eine wichtige Anlaufstelle sei.
"Rund 220-mal pro Jahr suchen deutsche Verbraucher eine von durchschnittlich 13 Einkaufsstätten auf", bestätigte auch Hendrik Schröder, Inhaber des Lehrstuhls für Marketing und Handel an der Universität Duisburg-Essen. Er forderte die Marketingverantwortlichen auf, ihre Werbeaktivitäten zu fokussieren und nach der Devise "weniger ist mehr" die Kunden nicht zu verwirren, sondern ihnen im Handel Orientierung zu bieten. Hier sind nach Schröders Aussage in erster Linie die Händler gefragt, die mit "Shopper Convenience" den Kunden in allen Phasen seines Einkaufsprozesses entlasten können. "Nicht jede technische Neuerung hilft dem Kunden", so sein Credo, "und jede Maßnahme muss in das Gesamtbild des Handels passen." (dsc)





