21.09.2009   |   C. Maurer und Star Publishing

Ausgezeichnete JDF-Vernetzung

Von Sandra Küchler

Heute Nachmittag hat der Mediendienstleister C. Maurer Druck und Verlag den Cippi-Award in der Kategorie "Beste Umsetzung weltweit - Verbesserung der Effizienz und des Kundenservice" überreicht bekommen. Das Siegerprojekt wurde in Kooperation mit dem Medienhaus Star Publishing umgesetzt.

Gruppenfoto bei der Preisverleihung

Vertreter von Hiflex, C. Maurer, Star Publishing und Cip4 mit dem Preis

(dmnet) Star Publishing und C. Maurer haben einen gemeinsamen Kunden aus der Automobilbranche, der von seinen Druckdienstleistern vertraglich einen JDF-basierten Workflow fordert.

Vor der Implementierung des JDF-Workflows bei C. Maurer wurden die Aufträge per Fax oder E-Mail empfangen; der Transfer der Druckdaten erfolgte über FTP. Papierausdrucke des Auftrags wurden intern weitergeleitet.



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JDF-Workflow spart Zeit
Die notwendigen Informationen wurden manuell in verschiedene Systeme eingegeben, was einen hohen Zeitaufwand bedeutete. Auch die steigende Anzahl der Aufträge war für den Druckdienstleister aus Geislingen an der Steige ein Grund, auf einen JDF-Workflow umzusteigen.

Bereits 2003 hatte C. Maurer Druck und Verlag das Management-Informations-System von Hiflex implementiert. Zunächst wurden die Module "Kalkulation" und "Auftragsbuch" genutzt. Im Juli 2008 folgte die JDF-Anbindung zwischen Hiflex und dem Prinect Prepress Manager von Heidelberg. Im weiteren Schritt wurde die JDF-Anbindung der Plattform Sprint von Star Publishing an das MIS von Hiflex umgesetzt.


Im JDF-Workflow der Druckerei werden die erzeugten Druckdaten automatisch von der Software Sprint abgeholt und in die Mediendatenbank übernommen. Dann werden die Daten geprüft.

Neben den Druckdaten enthält die JDF-Datei auch weitere Informationen, beispielsweise zur Lieferfrist oder dem Preis. Alle Informationen importiert ein Mitarbeiter per Mausklick in das Auftragsbuch des MIS. Die JDF-Daten werden anschließend an den Prinect Prepress Manager gesendet. In die andere Richtung werden Rückmeldungen aus dem Workflow permanent an Sprint übermittelt.

150 Jahre Familientradition
Für die Realisierung dieses Projekts hat C. Maurer nun den Cippi-Award aus den Händen von Stefan Daun, Cip4, erhalten. Der Preis wird von der Organisation Cip4 verliehen. Entgegen genommen haben die Auszeichnung Carl-Otto Maurer sowie Philip Glasbrenner von Star Publishing.

C. Maurer besteht seit mittlerweile mehr als 150 Jahren und wird in der fünften Generation familiengeführt. Das vollstufige Unternehmen stellt zum Beispiel Kataloge, Zeitschriften, Bücher und Beipackzettel her. Gedruckt wird im Offset- und im Digitaldruck.




Kommentare zu diesem Beitrag

Claus Stopinski , 22.09.2009:
Wo ist Maurer?
Der Autor Ihres obigen Beitrages unterstellt, daß Maurer in der Republik bekannt ist und mit der Geislinger Zeitung in Verbindung steht. Wer ist Star Publishing und was macht dieses Unternehmen? Ihr Autor ist wohl noch in Ausbildung, weshalb ihm das Übergehen elementarer journalistischer Bestandteile der Berichterstattung verziehen sein mögen. Das Vergessen ist jedoch ein fach ärgerlich und mindert die Qualität ihrer Meldung erheblich.

Peter , 04.07.2010:
JDF ist eine sehr interessante Technologie wenn es um die Vernetzung und Integration einer Druckerei geht.
Allerdings ist die Technologie leider den Druckereien so gut wie nicht zugänglich. So ist es praktisch nicht möglich, dass sich eine Druckerei einen Softwareentwickler (-Studenten) einstellt und sagt, "Integrier mir doch bitte mal die Druckmaschine".
Sollte eigentlich relativ leicht möglich sein, da die Kommunikation ja lediglich auf XML-Dateien und MIME-Packages basiert, und CIP4 sogar auch noch eine JDFLibJ Library anbietet. Allerdings steckt der Teufel hier sehr im Detail.
Um Softwareentwickler mit der JDF / JMF vertraut zu machen gibt es jetzt eine neue Website http://jdf4you.org die sich eben genau das zum Ziel gesteckt hat.

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