25.06.2009   |   Quelle

Zitterpartie für Katalog-Drucker

Von Clemens von Frentz

Die Druckkonzerne Prinovis und Schlott haben die Produktion der rund acht Millionen Exemplare des Herbst/Winterkatalogs von Quelle weitgehend abgeschlossen, aber noch ist offen, ob die insolvente Arcandor-Tochter tatsächlich den benötigten Massekredit über 50 Millionen Euro erhält.

Quelle Katalog

Das ist er: der neue Quelle-Katalog

(dmnet) Nach aktuellen Angaben von Quelle ist die Bundesregierung grundsätzlich zu einem Massekredit in Höhe von 50 Millionen Euro für das zahlungsunfähige Versandhaus bereit. Am Donnerstag erklärte das Unternehmen, die Gespräche mit dem Bund und den Ländern Bayern und Sachsen über eine finanzielle Grundsicherung von Quelle seien bereits am Mittwoch “im Grundsatz positiv abgeschlossen“ worden.

Die Bundesregierung selbst wollte dies bislang allerdings nicht offiziell bestätigen. Unter Berufung auf das Wirtschafts- und Finanzministerium berichtete das ''Handelsblatt'', die staatliche Finanzspritze sei keinesfalls gesichert. Es bestehe noch "Nachbesserungsbedarf" bei dem entsprechenden Antrag von Quelle, da die angebotenen Sicherheiten nicht ausreichend seien.

Das Modell sieht vor, dass der Freistaat Bayern mit einem Kredit von 21 Millionen Euro aushilft. Weitere vier Millionen Euro will das Bundesland Sachsen beisteuern, da Quelle im Leipziger Versandzentrum rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Die andere Hälfte des 50-Millionen-Kredits soll der Bund übernehmen.

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