11.05.2009   |   Gronenberg

Insolvenzverfahren eröffnet

Von Clemens von Frentz

Der Gronenberg Druck & Medien GmbH & Co. KG im nordrhein-westfälischen Wiehl, die im März wegen kurzfristiger Liquiditätsprobleme Insolvenzantrag stellen musste, droht die Abwicklung. Anfang Mai ordnete das Amtsgericht Köln wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung die Eröffnung des Insolvenzverfahrens an.

Gronenberg-Zentrale

Geschäftsführer Ernst-Herbert Ullenboom

(dmnet) Zum Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht den Gummersbacher Rechtsanwalt Henning Dohrmann, der auch schon für die vorläufige Insolvenzverwaltung zuständig war. Die Gläubigerversammlung, in der über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden wird, findet am 5. August im Gebäude des Amtsgerichts Köln statt. Forderungen der Insolvenzgläubiger sind bis zum 5. Juli unter Beachtung des § 174 InsO beim Insolvenzverwalter anzumelden.

Die Schieflage trifft den traditionsreichen Betrieb wenige Jahre vor seinem 100. Geburtstag. Die Druckerei Gronenberg war 1912 gegründet worden und hatte sich in den vergangenen Jahrzehnten mit Erfolg von der herkömmlichen Druckerei zu einem Medien-Dienstleister gewandelt, der seinen Kunden nicht nur Druckprodukte, sondern zunehmend auch Dienstleistungen im Bereich von Datenbankanwendungen anbieten konnte.

Neben dem klassischen Bogenoffset-Geschäft entstand eine erfolgreiche Digitaldruck-Sparte, die durch pfiffige Ideen auf das Unternehmen aufmerksam machte. Dazu zählte unter anderem die Herstellung von personalisierten Kriminalromanen und anderen individualisierten Druckprodukten.

Bekannt wurde das Unternehmen auch die Aktivitäten von Geschäftsführer Ernst-Herbert Ullenboom, der sich als gelernter Schriftsetzer in der Ausbildung von Mediengestaltern (Fachrichtung Mediendesign Print) engagierte und durch zahlreiche Auftritte in der Fachwelt einen Ruf als Experte für innovative Ideen machte.




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