19.03.2009   |   Cewe Color

Restrukturierung früher als geplant beendet

Die Cewe Color Holding AG meldet Standort-Schließungen im tschechischen Teplice und in Paris. Die Aktie des norddeutschen Fotobuch-Spezialisten reagiert mit einem kräftigen Sprung nach oben.

Die Zentrale von Cewe Color in Oldenburg

Die Zentrale von Cewe Color in Oldenburg

(dmnet) Nach Cewe-Angaben wurde die Anhörung der Betriebsräte in Frankreich zur Schließung des Standorts in Paris nun beendet. Damit kann das Vorhaben, den dortigen Laborbetrieb im Mai 2009 zu schließen, voraussichtlich wie geplant umgesetzt werden.

Die Kunden sollen künftig von den verbleibenden Standorten Rennes, Montpellier und Freiburg bedient werden. Der Vorstand erwartet, dass die Cewe-Aktivitäten in Frankreich schon im Geschäftsjahr 2009 aufgrund der niedrigeren Kostenbasis ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis erwirtschaften werden.

Zusätzlich zum Produktionsbetrieb in Paris schließt Cewe Color im April auch den kleineren Standort Teplice in der Tschechischen Republik, den das Unternehmen erst 2007 im Rahmen einer Marktkonsolidierung übernommen hatte. Das Volumen soll anschließend auf den Standort in Prag konzentriert werden.

Mit diesen letzten Standortschließungen erreicht Cewe Color nach eigenen Angaben bereits im Geschäftsjahr 2009 die "Zielstruktur". Der Restrukturierungsaufwand im laufenden Geschäftsjahr wird das Volumen von rund zehn Millionen Euro nicht überschreiten, was sich bereits positiv auf das operative Ergebnis des Jahres 2009 auswirken wird.

Allein im Zeitraum von 2005 bis 2009 hat Cewe Color damit insgesamt über 50 Millionen Euro investiert, um die Digitalfoto-Produktion schrittweise an großen, effizienten Standorten zu konzentrieren. Während ein Standort im Geschäftsjahr 2000 im Durchschnitt lediglich 108 Millionen Fotos pro Jahr produziert hat, sind es nun rund 200 Millionen Fotos.

Konzern-Chef Rolf Hollander: "Wir haben die Restrukturierungsaufgabe im Rahmen des Transformationsprozesses frühzeitig begonnen und das Unternehmen rechtzeitig auf die digitale Welt vorbereitet - nicht nur technologisch, sondern auch im Bezug auf die Standortstruktur. Die Restrukturierungswelle ist nun beendet."

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