27.01.2009   |   Medienhaus Mintzel-Münch

Aus für älteste Druckerei Deutschlands?

Die Geschäftsführung der Medienhaus Mintzel-Münch GmbH in Hof hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Betroffen sind 42 Arbeitnehmer.

Mintzel-Münch

Mintzel – “Schwarze Kunst“ seit 384 Jahren.

(dmnet) Die Meldung der Insolvenz geht aus einem Bericht der “Frankenpost“ hervor. Demzufolge hat das Amtsgericht Hof Bernd Schneiderbanger aus Hof zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Als Grund für den Insolvenzantrag wird im wesentlichen das schwierige Geschäftsfeld der Druckbranche sowie die schlechte Zahlungsmoral der Kunden angebgeben.

Zum Zeitpunkt der Insolvenzantragstellung hätten keine Lohnrückstände bestanden, sagte Schneiderbanger. Daher gäbe es auch keine Anhaltspunkte für eine Rückzahlung der bereits erhaltenen Löhne und Gehälter – wie im Fall der insolventen Firma Maintaldruck in Mainleus, Kreis Kulmbach – so der vorläufige Insolvenzverwalter. Der Geschäftsführer Peter Gänßler von Mintzel-Münch und der Verleger Stephan Hoermann wollen den Betrieb vorerst aufrechterhalten.

Die Hofer Traditionsdruckerei druckt den seit über 200 Jahren bestehenden "Hofer Anzeiger", der in Kooperation mit der "Frankenpost" herausgegeben wird. Weitere Geschäftsfelder sind der “Zukunft Verlag“, der Broschüren für das Bildungs- und Förderungswerk (BFW) der Transnet aus den Bereichen Betrieb, Technik, Güterverkehr, Personenverkehr, Sozial- und Tarifbereiche sowie Allgemeinwissen verlegt und der “Hoerman Verlag“, der Sachbücher, Fotobände bis hin zu Romanen verlegt. Die Wurzeln von Mintzel-Druck gehen zurück bis in das Jahr 1625. Damit ist der Betrieb laut Unternehmen die älteste Druckerei Deutschlands. (abö)
 






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