26.11.2008   |   Papierbranche

Russland stellt Zollpläne zurück

Die Papierfabriken, vor allem in Skandinavien, atmen auf: Russland hat Pläne für höhere Exportzölle auf Holz verworfen - zunächst.

Blick auf einen intakten Wald (Bild: M-Real)

Holz: wichtigster Rohstoff der Papierindustrie (Bild: M-Real)

(dmnet) Die Zölle sollen in den nächsten neun bis zwölf Monaten nicht erhoben werden, versprach Wladimir Putin dem finnischen Präsidenten Matti Vanhanen.

Die ursprünglichen Pläne sahen vor, dass die Zölle im kommenden Jahr auf 80 Prozent steigen sollten. Bislang lagen sie bei 25 Prozent. Zu bezahlen wären dann 50 Euro Zoll pro Kubikmeter Holz statt 15 Euro.

Die Zollerhöhung hätte für die finnischen und schwedischen Papierfabriken eine enorme zusätzliche Kostenbelastung bedeutet. Die Börse reagierte auf die Nachricht Russlands mit gemäßigtem Wohlwollen: Die Aktienkurse von Stora Enso, UPM-Kymmene und M-Real stiegen leicht um drei Prozent.

Russland wollte mit der Erhebung der höheren Zölle das eigene Holzgeschäft stärken. Das Land stellt derzeit 80 Prozent der finnischen Holzimporte. (kü)




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