10.09.2008   |   UPM Kymmene

Massiver Arbeitsplatz- und Kapazitätsabbau

Die beiden größten skandinavischen Papierhersteller haben am Mittwoch über weit reichende Pläne für Werks- und Maschinen-Stillegungen informiert. UPM wird die ersten Schritte noch dieses Jahr gehen.

Rauchender Schornstein am Werk in Kymi

Zwei Werke von UPM werden bald nicht mehr produzieren

(dmnet) UPM-Kymmene wird in Finnland nach eigenen Angaben bis zum Jahresende eine Zellstoff- und eine Papierfabrik schließen. Die Papierfabrik Kajaani, die vor allem Zeitungsdruckpapiere fertigt, sei unrentabel geworden, sagte Jussi Pesonen, President und CEO.

Das Zellstoffwerk Tervasaari wird ebenfalls zum Jahresende die Pforten schließen. Nicht betroffen davon sind die drei Papiermaschinen am Standort, die weiter betrieben werden sollen. UPM will in Zukunft andere Zellstoff-Quellen nutzen.

1.600 Stellen werden abgebaut

Außerdem sollen quer durch den Konzern Arbeitsplätze abgebaut werden. Insgesamt werden sich bis zu 1.600 Mitarbeiter bis zum Jahr 2010 neue Jobs suchen müssen. Die Verhandlungen mit den Angestellten sollen so bald wie möglich aufgenommen werden.

Gleichzeitig plant der finnische Papierhersteller, sämtliche Geschäftsbereiche, -einheiten und -funktionen zu straffen. Dies soll Fixkosten in Höhe von 70 Millionen Euro einsparen. Weitere Sparmaßnahmen in der Label Division sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

An der Börse wurden die Pläne mit großem Wohlwollen aufgenommen. Die Aktie von UPM-Kymmene, wie auch von Stora Enso, legte deutlich zu. (dsc/kü)




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