10.09.2008 | Bundesdruckerei
Zurück in Staatsbesitz
Das Gezerre um die vor acht Jahren privatisierte Bundesdruckerei hat ein Ende. Der ehemalige Staatsbetrieb soll rund acht Jahre nach seinem Verkauf wieder verstaatlicht werden. Jetzt will die Bundesdruckerei am Stammsitz Berlin eine neue Produktionsanlage im Gesamtwert von bis zu 50 Millionen Euro bauen.
(dmnet) Nun ist es amtlich: Die Bundesdruckerei wird wieder ein Staatsbetrieb. Das bestätigte das Berliner Unternehmen am Dienstag-Abend. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Aus Regierungskreisen war jedoch zu hören, es werde wohl kaum Geld fließen, da gestundete Forderungen von rund 300 Millionen Euro in Eigenkapital umgewandelt würden.
In einer Pressemeldung der Bundesdruckerei heißt es: "Zur Wahrung der nationalen sicherheitspolitischen Interessen sind im Rahmen eines Anfang dieses Jahres eingeleiteten Verkaufsprozesses das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium des Innern sowie die Gesellschafter grundsätzlich übereingekommen, die Bundesdruckerei GmbH an die Bundesrepublik Deutschland zu veräußern."
Neue Produktionsanlage für bis zu 50 Millionen Euro
Die Gesellschafter und Geschäftsführer der Bundesdruckerei begrüßen diesen Schritt nach eigenem Bekunden. Mit dem Rückverkauf an den Bund seien "die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterführung der Bundesdruckerei GmbH im nationalen wie auch internationalen Geschäft mit ID-Produkten und Banknoten gewährleistet". Zugleich schaffe diese Entscheidung "eine sicherheitspolitische Voraussetzung zur Vergabe der Herstellung des elektronischen Personalausweises an die Bundesdruckerei".





