04.09.2008   |   Präzi-Druck Höhn GmbH

Ende nach 25 Jahren

Von Clemens von Frentz

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens soll der Hamburger Bogendruck-Betrieb nun abgewickelt werden. Die Maschinen wurden bereits verkauft.

(dmnet) Die Entscheidung fiel am 1. September: Über das Vermögen der Präzi-Druck Höhn GmbH in Hamburg-Wandsbek wird das Insolvenzverfahren eröffnet. Begründet wird dieser Schritt mit Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Nach Angaben von Geschäftsführer Wolfgang Höhn wird Insolvenzverwalter Christian Dawe nun die Auflösung des Betriebs einleiten, da eine Fortführung aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist.

Die Präzi-Druck Höhn GmbH war 1983 gegründet worden und beschäftigte Anfang 2008 noch etwa zehn Mitarbeiter, die inzwischen jedoch bereits alle das Unternehmen verlassen haben. Auch von den Maschinen, die überwiegend aus dem Hause Heidelberg kamen, musste man sich zwischenzeitlich trennen. Sie wurden vor der drupa veräußert, brachten jedoch nicht den Verkaufserlös ein, den man für eine Fortführung des Unternehmens gebraucht hätte.

Das Scheitern von Präzi-Druck kommt für die Betroffenen nicht gänzlich überraschend, da der Bogendruck-Betrieb seit einiger Zeit mit Problemen zu kämpfen hatte. Ende 2006 hatte die GmbH bereits Verbindlichkeiten von über 1,31 Millionen Euro angehäuft, während der Bilanzverlust bei rund 30.000 Euro lag.

Erschwert wurde die finanzielle Sanierung laut Geschäftsführer Wolfgang Höhn durch die restriktive Finanzierungspolitik der Banken und die Effekte von Basel II, die eine Vorfinanzierung von Material bei größeren Aufträgen zunehmend erschwerten. Als dann auch noch vor einigen Monaten ein großer Kunde ausfiel, war der Gang zum Amtsgericht unausweichlich geworden.




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