29.07.2008  |  Druckhaus Fritsch

Insolvenzexperte übernimmt das Steuer

Von Clemens von Frentz

40 Jahre nach der Gründung ist das hessische Unternehmen in eine existenzbedrohende Schieflage geraten.

Website der Druckhaus Fritsch GmbH

(dmnet) Erneut ist ein mittelständischer Druckereibetrieb zum Insolvenzfall geworden. Betroffen diesmal: die Druckhaus Fritsch GmbH mit Sitz in Rödermark südlich von Frankfurt. Die vollstufig geführte Offsetdruckerei, die nach eigener Auskunft mit Zwei- und Vierfarbmaschinen (GTOZ52 und Miller TP94) im Format bis zu 65x94 arbeitet, produziert hauptsächlich hochwertige Werbe- und Geschäftsdrucksachen für Handel, Industrie und Dienstleister.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Offenbach den Frankfurter Rechtsanwalt Georg Bernsau. Er ist ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Druckerei einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen.

Das hessische Unternehmen  wurde 1968 von den Druckern Heinz Dosch, Friedrich Haag und Albert Keck als Offsetdruckerei in Neu-Isenburg gegründet. Mitte der 80er Jahre bezog das Unternehmen einen Neubau im Industriegebiet von Urberach.

Der heutige Geschäftsführer Walter Fritsch hatte den Betrieb erst im Juli 1993 übernommen. Zuvor leitete er einen Tageszeitungsbetrieb mit angeschlossener Akzidenzabteilung und eine Werk- und Zeitschriftendruckerei im Bogenoffsetdruck. Dass er nun mit dem Unternehmen scheiterte, dürfte kaum auf mangelnde Fachkenntnis zurückzuführen sein, da er sowohl eine Buchdrucker-Ausbildung als auch einen Abschluss als Diplom Ingenieur (FH) der Druckereitechnik vorweisen kann.




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