15.05.2008  |  Wer druckt eigentlich ...

... Geld für Simbabwe?

Geldschein Simbabwe in Vorderansicht und Rückansichct

Simbabwe-Dollar

(dmnet) Wer derzeit eine Reise nach Simbabwe plant, ist gut beraten, sein Geld erst kurz vor dem Hinflug umzutauschen, denn die Republik im südlichen Afrika leidet unter einer extremen Inflation. Aktuell liegt sie bei 100.000 bis 150.000 Prozent pro Jahr, was zur Folge hat, dass eine Rolle Toilettenpapier mittlerweile über 13 Millionen Simbabwe-Dollar kostet.

Einer der Profiteure dieser hohen Teuerungsrate ist der süddeutsche Gelddrucker Giesecke & Devrient (G&D). Nach Angaben der britischen "Sunday Times" liefert das Unternehmen Woche für Woche per Flugzeug über 400.000 Druckbögen nach Simbabwe, die aus jeweils 40 einzelnen Banknoten bestehen. Eine Druckerei in der Hauptstadt Harare presst anschließend den aktuellen Nennwert aufs Papier. (cvf)



Seit Monaten steigen die Ölpreise – und damit die Kosten für Strom und Logistik. Druck-Betriebe sind davon besonders betroffen, da wegen der hohen Energiekosten nun auch das Papier teurer wird. Viele Experten fordern inzwischen ein Eingreifen des Staates. Was halten Sie davon? Hier geht's zur Umfrage.


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