14.03.2007 | Schmelzle-Gruppe
Insolvenzantrag für deutsche Standorte
Betroffen sind die hiesigen Gesellschaften des Waiblinger Rollendruck-Unternehmens, nicht aber die Wagner'sche Universitäts-Druckerei in Innsbruck.
(dmnet) Die im schwäbischen Waiblingen ansässige Schmelzle-Gruppe AG hat am gestrigen Dienstag beim Amtsgericht Stuttgart einen Insolvenzantrag für ihre deutschen Standorte eingereicht. Konkret handelt es sich dabei um die Gmähle Rollenoffset GmbH, die Frotscher Druck Leipzig GmbH und die Limburger Offsetdruck GmbH. Die Wagner'sche Universitäts-Druckerei in Innsbruck ist dagegen bislang nicht betroffen.
Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Stuttgarter Anwalt Volker Viniol eingesetzt, der als erfahrener Experte auf diesem Gebiet gilt. Er war unter anderem für die Insolvenzverfahren der Merkur-Druck Mayer GmbH und der dpk digital Druckplattenkopie GmbH & Co. KG zuständig.
Die Schmelzle-Gruppe war Mitte der 80er Jahre von Kurt Schmelzle ins Leben gerufen worden. 1992 erfolgte die Übernahme der Pallottinerdruck GmbH in Limburg, die später in Limburger Offsetdruck GmbH umbenannt wurde. 1995 übernahm Schmelzle die Frotscher Druck Leipzig GmbH in Gerichshain, fünf Jahre später folgte die WUB Wagnersche Universitätsdruckerei. Die Gruppe beschäftigt derzeit rund 300 Mitarbeiter.
Das Unternehmen hatte sich während der vergangenen Jahre auf Zeitungsbeilagen, Prospekte, Kataloge und Zeitschriften in hoher Auflage und hoher Qualität spezialisiert. Der Maschinenpark der Gruppe umfasst elf Rotationen (2x8, 6x16, 2x32, 1x48).




