11.12.2006 | Polestar
Pleite nur knapp abgewendet
Der britische Tiefdruck-Konzern, der bislang dem Private-Equity-Konzern Investcorp gehörte, muss vorerst keinen Insolvenzantrag stellen.
(dmnet) Nach Informationen aus Großbritannien konnte die Polestar-Gruppe, die das mehrheitlich dem angelsächischen Private-Equity-Konzern Investcorp gehört, nur durch eine Umschuldung in letzter Minute vor dem Zusammenbruch gerettet werden.
Investcorp und die Gläubiger, zu denen auch die Deutsche Bank, J.P. Morgan, die Royal Bank of Scotland und Bluebay Asset Management gehören, sollen nach Informationen aus Finanzkreisen dadurch 700 Millionen Pfund verloren haben. Karstadt-CEO Thomas Middelhoff, der Investcorp als Chairman bei Polestar vertreten hat, ist von seinem Posten zurückgetreten.
Polestar ist ein relativ junges Unternehmen, das seine Existenz einer Transaktion von Investcorp verdankt. Es entstand 1998 durch die Fusion von Watmoughs mit der British Printing Company, die zuvor dem Medien-Tycoon Robert Maxwell gehört hatte. Der Konzern hat rund 4.800 Mitarbeiter in Großbritannien, Spanien und Ungarn.
Investcorp ist bereits seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Käufer für seine Druck-Tochter, bislang allerdings ohne Erfolg. Auf der Liste der möglichen Verhandlungspartner standen nach Informationen aus gut informierten Kreisen auch Quebecor, Donnelley und St. Ives. (cvf)




