21.07.2005   |   Heidelberg

Schreier hält Krise für beendet

Nach einigen schwierigen Jahren sieht der Vorstand von Heidelberger Druck Grund für Optimimus.

Zuversichtlich: Bernhard Schreier

(dmnet) Nach Einschätzung von CEO Bernhard Schreier hat die Druckindustrie ihre Krise überwunden. "In den Industrieländern erwarten wir, dass sich mit der Erholung der Branche der in den Krisenjahren aufgebaute Investitionsstau auflösen und ein höheres Auftragsvolumen generieren wird", sagte Schreier auf der Hauptversammlung in Mannheim. Gleichzeitig kündigte er weitere Kostensenkungen an.

Für das aktuelle Geschäftsjahr bekräftigte der Konzern-Chef die Prognose, wonach sowohl der Umsatz als auch der Gewinn gesteigert werden sollen. Einige Aktionärsvertreter zeigten sich weniger zufrieden. Sie warfen Heideldruck vor, viel Geld verbrannt zu haben. Die vergangenen zwei Jahren seien ein Desaster gewesen. Sie forderten das Management auf, sich von verlustbringenden Auslandstöchtern zu trennen.

An der Veranstaltung im Mannheimer Congress Center Rosengarten hatten rund 1.200 Aktionäre teilgenommem. Damit waren rund 62 Prozent des Grundkapitals vertreten. Die Stimmberechtigten befürworteten alle abstimmungspflichtigen Tagesordnungspunkte mit jeweils über 97 Prozent.

Während der Hauptversammlung wurden auch Veränderungen auf der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat von Heidelberg bekannt gegeben: Josef Pitz (63) und Pat Klinis (61) haben ihre Aufsichtsratsmandate mit Wirkung zum 31. Juli 2005 niedergelegt.

Als Nachfolger wurden vom Unternehmen durch gerichtliche Bestellung beim Registergericht Heidelberg beantragt: der von der IG Metall nominierte Mirko Geiger (44), 1. Bevollmächtigter der IG Metall Heidelberg, sowie der vom Gesamtbetriebsrat nominierte Peter Sudadse (50), freigestellter Betriebsrat, Heidelberg-Wiesloch und stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats.

Der neue Gesamtbetriebsratsvorsitzende Rainer Wagner wird voraussichtlich im August durch den dann wieder vollständig besetzten Aufsichtsrat zum Nachfolger von Josef Pitz als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender gewählt werden können.




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