04.05.2005   |   Tiefdruck

Brüssel segnet Fusion ab

Die Europäische Kommission hat das Joint Venture genehmigt, mit dem Bertelsmann und Axel Springer sechs ihrer Druckereistandorte zusammenlegen wollen. Mit dem Zusammenschluss entsteht das mit Abstand größte Tiefdruckunternehmen Europas mit rund 5.000 Beschäftigten.

(dmnet) EU-Kommissarin Neelie Kroes sagte zur Begründung, die eingehende Untersuchung durch die Kommission habe ergeben, "dass das neue Unternehmen dem Wettbewerbsdruck ausgesetzt und damit nicht in der Lage sein wird, zum Nachteil seiner Kunden oder den Verbrauchern in Europa vorzugehen".

Das Joint Venture umfasst die fünf bestehenden deutsche Tiefdruckstandorte sowie einen noch in Bau befindlichen Standort im britischen Liverpool. Die Tiefdruckanlagen von Bertelsmann in Spanien und Italien sowie die den beteiligten Unternehmen gehörenden Offset-Druckereien gehören nicht dazu.

Mit dem Zusammenschluss entsteht das mit Abstand größte Tiefdruckunternehmen in Europa mit rund 5.000 Mitarbeitern. Am deutschen Markt für Zeitschriftentiefdruck wird der Anteil der Unternehmen nach Angaben der Kommission fast 50 Prozent betragen. Trotzdem seien keine Preiserhöhungen zu erwarten, da die Wettbewerber, wozu auch Druckereien in den Niederlanden, Frankreich und Italien zählten, in der Lage seien, wirksamen Druck auszuüben.

Arvato und Gruner + Jahr werden zu jeweils 37,45 Prozent im Besitz des fusionierten Unternehmens sein, Axel Springer wird 25,1 Prozent halten. Mit der Fusion sollen laut Bertelsmann die Tiefdruckaktivitiäten im hart umkämpften europäischen Illustrationsdruckmarkt langfristig gesichert werden.




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