27.04.2005   |   Stora Enso

Übernahme von Schneidersöhne und Gewinneinbruch

Mit der Akquisition steigt die Stora-Tochter Papyrus zum zweitgrößten Papiergroßhändler Europas auf.

Schneidersöhne-Geschäftsführer Rainer Köster, Boris Borensztein und Robert Matzke (von links)

(dmnet) Die Gesellschafterfamilie Schneider und das Management von Papyrus haben eine Grundsatzvereinbarung zur Beteiligung von Papyrus, Göteborg, an Schneidersöhne unterzeichnet. Demnach wird Papyrus nach Vorliegen der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden in mehreren Schritten bis zum 31. Juli 2007 sämtliche Anteile von Schneidersöhne übernehmen.

Schneidersöhne, Ettlingen, ist mit 2.100 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro einer der führenden europäischen Papiergroßhändler. Papyrus ist die Großhandelseinheit des schwedisch-finnischen Papierkonzerns Stora Enso. Beide Unternehmen kommen auf ein gemeinsames Absatzvolumen von rund 1,8 Millionen Tonnen. Die Gesellschafter Christian, Klaus Peter und Michael Schneider als Mitglieder der Geschäftsleitung von Schneidersöhne werden die Integration begleiten.

Kurz nach Bekanntgabe der Übernahme-Pläne präsentierte Stora Enso die Zahlen für das erste Quartal 2005. Demnach konnte zwar auf der Umsatzebene ein Anstieg erzielt werden, das Ergebnis ging jedoch deutlich zurück. Zudem wurden Rentabilitätsverbesserungsmaßnahmen vornehmlich in Europa initiiert.

Das Ebitda belief sich im ersten Quartal 2005 auf 388,8 Millionen Euro, nach zuvor 392,7 Millionen Euro. Im Vorjahreswert sind jedoch außerordentliche Effekte in Höhe von 115,7 Millionen Euro nicht enthalten. Das operative Ergebnis belief sich auf 112,7 Millionen Euro nach 217,8 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss ging von 405,3 Millionen Euro auf nun 58,6 Millionen Euro zurück. Die Umsatzerlöse verbesserten sich von 3,02 auf nun 3,14 Milliarden Euro.




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