16.01.2012   |   UPM-Kymmene

Verhandlungen über Albbruck gescheitert

UPM hat die Verhandlungen über die Papierfabrik Albbruck endgültig als gescheitert erklärt. Damit ist es nun offiziell: Das Werk wird aus Rentabilitätsgründen geschlossen.

Papierrolle

UPM schließt Albbruck

(dmnet) Die Verhandlungen zwischen UPM, den Mitarbeitervertretern und den Behörden vor Ort ergaben keine Lösung, die den Weiterbetrieb des Werks ermöglicht hätte, so das Unternehmen. Auch die Suche nach einem Investor verlief erfolglos. Die Schließung wird sich auf die 508 Mitarbeiter des Werks auswirken. Personalkürzungen werden bereits zum 31. Januar 2012 erfolgen.

"Die Papierfabrik UPM Albbruck musste aufgrund ihres Alters und der relativ kleinen Maschinen seit mehreren Jahren Verluste verzeichnen und sie ist hinsichtlich der Kosten in UPMs Anlagen- und globalem Kundenportfolio nicht wettbewerbsfähig. Unter den schwierigen Umständen haben die hochqualifizierten Mitarbeiter einen hervorragenden Job gemacht. Wir haben leider keine Möglichkeit gesehen, die Profitabilität des Werks auf ein Niveau zu verbessern, das einen nachhaltigen Betrieb erlaubt hätte", so Jyrki Ovaska, President, Paper Business Group, UPM.

Die Formatschneideanlagen des Werkes werden in die UPM Papierfabrik am Standort Plattling verlagert, um das Produktportfolio von UPM zu ergänzen. Durch diese Maßnahme werden etwa 30 neue Stellen geschaffen, wobei die Bewerbungen der Fachkräfte aus Albbruck bevorzugt behandelt werden. UPM wird sich an der Neuauflage des Runden Tisches beteiligen, wo künftige Nutzungsmöglichkeiten des Werksgeländes diskutiert werden. Die Gespräche werden von der örtlichen Industrie- und Handelskammer geleitet.

Mit der Entscheidung bezüglich Albbruck sind die geplanten Kapazitätsstilllegungen, die UPM im vergangenen August angekündigt hatte, abgeschlossen. Die Papierfabrik UPM Albbruck hatte eine Kapazität von 320.000 Jahrestonnen Magazinpapier. Die Papierfabrik Myllykoski in Finnland mit 600.000 Jahrestonnen Magazinpapier wurde am 9. Dezember 2011 geschlossen und die Papiermaschine 3 der Papierfabrik UPM Ettringen in Deutschland mit 110.000 Jahrestonnen Zeitungsdruckpapier wurde am 14. Dezember 2011 stillgelegt. Der Verkaufsprozess der Papierfabrik UPM Stracel in Frankreich wird wie geplant fortgesetzt. (kü)




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