04.10.2011   |   Print 64

Kein Weg aus der Krise?

Von Imke Laurinat

Zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren ist die Druckerei aus Norderstedt zahlungsunfähig. Am 30. September beauftragte das Insolvenzgericht den Rechtsanwalt Justus von Buchwaldt, die Aussichten zur Fortführung der Print 64 GmbH zu prüfen.

print64

Bei Print 64 kehrt keine Ruhe ein.

(dmnet) Die Zukunft der in finanzielle Schieflage geratenen Print 64 GmbH ist seit vorigen Freitag einmal mehr ungewiss. Nach der zweiten Insolvenz im März dieses Jahres hatte die Druckerei aus Norderstedt bereits wenige Wochen später einen neuen Gesellschafter gefunden. Unter der Geschäftsführung des Fotografen David Cuenca übernahm die Holding "The Photo Company AG" Ende Mai 2011 die Geschicke des Betriebes. Zu der Gruppe gehören die Hamburger Alstercolor Bildproduktion, der Stuttgarter Grieger Bild + Medienservice sowie die Gigant Print Works Bildproduktion in Berlin.    

 

Jetzt ist die Druckerei wieder zahlungsunfähig. In dem Insolvenzeröffnungsverfahren bestimmte das Gericht am 30. September den Hamburger Rechtsanwalt Justus von Buchwaldt zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er soll prüfen, ob ein Insolvenzgrund gegeben ist und welche Aussichten zur Fortführung des Betriebes bestehen.

 

Print 64 war erstmals 2009 in Insolvenz geraten und im Januar 2010 von der in Leipzig ansässigen RT Reprotechnik GmbH übernommen worden, mit der das Unternehmen dann im März 2011 erneut Pleite ging.




Kommentare zu diesem Beitrag

Beobachter , 04.10.2011:
Was für eine Überraschung...

Jens Petrow , 04.10.2011:
Unbegreiflich - ich wünsch den Mitarbeitern alles Gute. Bleibt zu wünschen, dass eine positive Lösung gefunden wird!

Reinhard , 04.10.2011:
Der nächste "Investor" kommt bestimmt. Der Insolvenzverwalter wird sicherlich noch irgend ein Geldtöpfchen finden. Und die Papiergroßhändler warten darauf, an den nächsten liefern zu dürfen.

Vanessa Giebel , 04.10.2011:
Eine Weisheit der Dakota-Indianer besagt: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!”

Hellas , 04.10.2011:
..wir Griechen haben heute auch noch ein Geldtöpfchen gefunden. Vielleicht noch mal suchen?

Cassandra , 04.10.2011:
wie war das mit dem ende und dem schrecken? was da läuft ist eher ein treppenwitz: den mitarbeitern werden neue und schlechtere verträge angeboten, die nehmen auch gern an, es gibt ja nichts anderes und die lieferanten hoffen - jedes mal neu - auf ein gutes ende ...
bitte abschließen und den schlüssel wegwerfen!

Kalle , 05.10.2011:
...und die Kundschaft freut sich über die tollen Angebote, die bis in den tiefsten Keller kalkuliert sind.

Realist , 05.10.2011:
Solche Unternehmer schaden der ganzen Branche, sie verstehen nicht das mit der Dumpingpreispolitik andere Unternehmen auch in den Zwang geraten Preise zu senken und dadurch auch den erforderlichen Ertrag schwerer verdienen. Sorry aber es müsten noch viel mehr solcher Unternehmen nicht nur in Insolvenz gehen, sondern ganz vom Markt verschwinden. Leider sind die fleisigen Mitarbeiter immer die Leittragenden.

Kalle , 05.10.2011:
Der Realist trifft den Nagel auf dem Kopf.

Zuschauer , 24.10.2011:
Wieso arbeitet der GF von der insolventen P64 denn jetzt für eine Print-Agentur, die einem ehemaligen Vertriebler von P64 gehört??? Alles sehr komisch...

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