18.03.2011   |   Arbeitsgruppe der Buchproduzenten

Werden Bücher teurer?

Die Arbeitsgruppe der Buchproduzenten, die im Vorfeld der Leipziger Buchmesse in Leipzig tagte, sieht sich mit weiter steigenden Produktionskosten konfrontiert.

Buecher

Noch sind die steigenden Herstellungskosten nicht beim Leser angekommen.

(dmnet) Unter den Tagungsteilnehmern sorgten in erster Linie steigende Produktionskosten für Gesprächsstoff. So seien die Preise für Leim und Farben um bis zu 20 Prozent, für Umschlagkarton um zwölf Prozent und für Energie um rund zehn Prozent gestiegen. Hinzu kommen die Papierpreiserhöhungen, und auch Lieferengpässe bei verschiedenen Sorten machen den Herstellern zu schaffen. Das Fazit der Arbeitsgruppe: "Auch eine hochentwicklungsfähige und hochinnovative Buchproduktion, wie wir sie in Deutschland haben, kann auf Dauer diese Kostenbelastung durch Verbesserung der Produktivität nicht auffangen." Eine spürbare Verteuerung der Buchproduktion sei zu erwarten.

Nach eigenen Angaben repräsentiert die Arbeitsgruppe der Buchproduzenten rund 80 Prozent des Produktionsvolumens im Bereich des Schwarz-Weiß-Drucks für die Sparten Fachbuch, Sachliteratur und Belletristik. (ila)




Kommentare zu diesem Beitrag

Drucker , 18.03.2011:
Das dürfte doch für die meisten Buchverlage kein Problem darstellen, im Gegenzug lassen sich doch die Druckpreise leicht weiter nach unten drücken. Die genannten Erhöhungen werden dann doch die Druckunternehmen abfangen so dass die Entwicklung bei den Verlagen kostenneutral bleibt. Wenn dann durch solche Ankündigungen noch die Absatzpreise im Markt angehoben werden können, verbessert sich sogar die Marge. Also alles im grünen Bereich...Die Verlagseinkäufer, die immer gerne dann auf die gute "Partnerschaft" pochen, wenn sie mal einen knappen Liefertermin oder eine anspruchsvolle und arbeitsintensive Produktion realisieren müssen, sind doch selber schuld, dass sich ihre eigenen Unternehmen mit solchen Stellungnahmen lächerlich machen!

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