24.02.2011 | WPV
Branche im Aufschwung
Die Papier, Karton, Pappe und Folien verarbeitende Industrie hat sich laut Angaben ihrer Wirtschaftsverbände deutlich erholt. Drastisch gestiegene Rohstoffkosten sorgen jedoch für starken Kostendruck.
(dmnet) Wie die Wirtschaftsverbände Papierverarbeitung (WPV) mit Sitz in Darmstadt mitteilen, sind die Umsätze mit Papier- und Pappewaren im vergangenen Jahr um 6,7 Prozent auf 17,55 Milliarden Euro gestiegen. Die Umsätze mit Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe sind mit 10,1 Prozent noch stärker gewachsen und betrugen 9,8 Mrd. Euro. Die Zahl der Beschäftigten ist dagegen weiter um 1,1 Prozent auf jahresdurchschnittlich 80.338 Beschäftigte zurück gegangen.
Vor diesem Hintergrund hat sich die Stimmungslage in der Branche deutlich gebessert. Der vom Münchner Ifo-Institut monatlich ermittelte Geschäftsklima-Index in der Papier-, Karton- und Pappeverarbeitung, der im März 2009 auf einen historischen Tiefstand gesunken war, ist seitdem und vor allem im Jahresverlauf 2010 kräftig gestiegen.
Getrübt wird die Erholung der Branchenkonjunktur allerdings durch drastisch gestiegene Rohstoffkosten. Vor allem die Kosten für Altpapier sind geradezu explodiert und lagen im Jahresdurchschnitt 2010 um über 80 Prozent über dem Vorjahr 2009. Die Verkaufspreise für Papier- und Pappewaren sind dagegen im vergangenen Jahr weit hinter der Rohstoff-Kostenentwicklung zurück geblieben. Laut Ifo-Institut erwarten deshalb rund 50 Prozent der Unternehmen für die nächsten Monate steigende Verkaufspreise für Papier- und Pappewaren. (ila)




