19.01.2011   |   Schlott AG

Insolvenzverwalter versucht die Rettung

Von Daniel Schilling

Das Amtsgericht Nürnberg hat den Nürnberger Rechtsanwalt Siegfried Beck zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der sieht Hoffnung für eine Fortführung des Betriebs.

Insolvenzverwalter Siegfried Beck

Hat jetzt bei Schlott das Sagen: Insolvenzverwalter Siegfried Beck

(dmnet) Ein ausgesprochen erfahrener Mann kümmert sich nun um die Zukunft der Schlott AG und ihrer Töchter: Das Amtsgericht Nürnberg hat Siegfried Beck zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der 64-jährige ist Vorsitzender des Verbands der Insolvenzverwalter Deutschland (VID) und betreut seit 1986 Insolvenzen, darunter auch spektakuläre Fälle wie Grundig oder Photo Porst.

Insolvenzverwalter und Vorstand beabsichtigen, die Schlott Gruppe über einen Insolvenzplan oder über den Verkauf an einen Investor zu sanieren. Bekundetes Ziel ist der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. "Die Schlott Gruppe hat eine gute Marktstellung und ist im Grunde wettbewerbsfähig", betonte der vorläufige Insolvenzverwalter heute in Nürnberg. "Das jetzt eingeleitete Insolvenzverfahren bietet deshalb eine Chance für eine nachhaltige Neuaufstellung der Unternehmensgruppe." Derzeit analysieren Beck und sein Team die Lage in den einzelnen Unternehmen.

Insolvenzverwalter und Vorstand haben derweil Kontakt zu den wichtigsten Kunden und Lieferanten aufgenommen, um die Fortführung des Geschäftsbetriebs sicher zu stellen. Zudem will Beck die Mitarbeiter über die Lage und die weiteren Schritte informieren.




Kommentare zu diesem Beitrag

Müller , 20.01.2011:
Sicherlich ist Schlott eine Dimension, die auch durch eine Insolvenz nicht komplett vom Markt verschwinden sollte. Dennoch wird es in der gesamten Druckindustrie Zeit für die Einsicht, das endlich Kapazitäten vom Markt genommen werden müssen, damit die Preise wieder den Kosten angepasst wwerden können. In den letzten Jahren und auch jetzt noch sind es überwiegend die Mitarebiter, die die Zeche für falsche Weichenstellung in den Unternehmenszentralen zahlen. Der Druckmarkt hat seinen Zenith überschritten, es geht jetzt nur noch "kontrolliert abwärts". Wer das nicht begreift und weiter expandiert, vor allem auf Kosten von Mitarbeitern, hat in einer Geschäftsführung nichts zu suchen.Nach dieser Insolvenz wird es wieder ein wenig "abgespeckt weiter gehen"und das "neue Unternehmen" beteiligt sich wieder an neuen Ausschreibungen, diesmal mit besseren Voraussetzungen, da sich die Schulden in "Luft aufgelöst haben". Die Mitbewerber müssen aber weiterhin mit "ihren Altlasten kalkulieren", das nennt man dann "freier Wettbewerb!?"

Durchblicker , 20.01.2011:
Und dann kommt wieder ein Wirtschaftsminister und schmeißt einem "Investor" die Subventionen hinterher (Norddruck/Johler). Wenn der Bürgermeister heult, gibts 20% mehr, wenn es in einem "strukturschwachen" Gebiet ist dürfen es auch mal 50% mehr sein. Und wenns im Osten ist, brechen eh alle Subventionsdämme.

Und der hart arbeitende Rest darf dann per Steuererklärung und Insolvenzausfallegeldumlage die Zeche bezahlen.

miarbeiter , 21.01.2011:
und im ausland bin die firme allein und bin auf sich angevisen ,ich glaube das es so gevolt var ,fur ein neue unternehmen zu grunden

Produktioner , 11.02.2011:
Es ist immer wieder das Selbe!
Arbeitsamt zahlt Gehälter, die Preise fallen für mehrere Monate auf Tiefstpunkt.
Mitarbieterwerden aussortiert. Die Kreditversicherer tragen die Lasten. Nach einem Jahr ist Schlott entschuldet und die Druckkapazitäten stehen weiterhin auf dem Markt!
Tendenz Preise fallen!

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