01.10.2010   |   Wer druckt eigentlich ...

… "Deutschland schafft sich ab"?

Von Clemens von Frentz

Das Buch des Ex-Senators Thilo Sarrazin war der Aufreger im politischen Spätsommer 2010 - und es bescherte dem Autor Einnahmen in Millionenhöhe. Gedruckt wird der Bestseller in Ostdeutschland.

Sarrazin Buchtitel

Genug Gesprächsstoff für zwei Monate

(dmnet) Kaum ein Buch hat in den vergangenen Jahren für so viel Wirbel gesorgt wie das neue Werk von Thilo Sarrazin, das im August unter dem Titel "Deutschland schafft sich ab" auf den Markt kam. Das Buch, dessen Startauflage von 25.000 Exemplaren bereits vor dem offiziellen Erscheinungstag vergriffen war, wurde wochenlang äußerst kontrovers diskutiert.

Am Ende musste sich gar Bundespräsident Christian Wulff mit dem Thema befassen, nachdem das Management der Bundesbank ihn gebeten hatte, Sarrazin aus dem Vorstand zu entfernen. Daraufhin erklärte Sarrazin seinen Rücktritt.

Den Verkaufszahlen hat der Rummel nicht geschadet, bislang gingen mehr als 750.000 Ausgaben des bei DVA erschienenen Werks über den Ladentisch. Gedruckt wird der Bestseller von der GGP Media GmbH in Pößneck, die Druckauflage beträgt mittlerweile 1,1, Millionen Stück. Werden alle Bücher verkauft, wird der frühere Bundesbanker nach Schätzung von Branchenexperten über drei Millionen Euro vor Steuern daran verdienen.




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