04.10.2010   |   Ernst Plötz Druck- und Verlagshaus

Insolvenz angemeldet

Kurz nach der überstandenen Krise der Kärntner Druckerei steckt ein weiteres Druckunternehmen aus dieser Region in Schwierigkeiten: Am Freitag wurde das Insolvenzverfahren über das Druck- und Verlagshaus Ernst Plötz aus Wolfsberg eröffnet.

In die Pleite geschlittert: die österreichische Ernst Plötz Druck und Verlag GmbH

In die Pleite geschlittert: die österreichische Ernst Plötz Druck und Verlag GmbH

(dmnet) Die Firma ist laut Kreditschutzverband (KSV) mit sechs Millionen Euro überschuldet. 100 Gläubiger und 42 Angestellte seien betroffen. Die Höhe des Vermögens wird mit 4,7 Millionen Euro, die Höhe der Schulden mit 10,7 Millionen Euro angegeben.

Das Unternehmen betreibt eine Druckerei und verlegt die Wochenzeitung "Unterkärntner Nachrichten". Erst Ende Mai hatte Plötz die Auszeichnung "Sappi European Printer of the Year" in Silber in der Kategorie Eigenwerbung erhalten.

Als Gründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen einen erheblichen Umsatzrückgang nach dem Wegfall eines Großauftraggebers, den Konkurs eines Vertragspartners sowie die Kündigung der Finanzierungslinien durch die Hausbank. Dies bestätigt laut "Kleine Zeitung" auch Arno Ruckhofer vom Alpenländischen Kreditorenschutz: Zwischen Mai 2005 und Februar 2006 habe das Unternehmen rund zehn Millionen Euro in den neuen Standort in St. Marein investiert. 2006 sei durch eine Insolvenz aber einer der größten Auftraggeber weggefallen und neue Kunden konnten nicht gewonnen werden.

Jetzt strebt das Unternehmen laut "Kleine Zeitung" einen Sanierungsplan mit einer Gläubigerquote von 20 Prozent, zahlbar in zwei Jahren, an. "Es bleibt abzuwarten, ob die Gläubiger dem zustimmen", wird Ruckhofer zitiert, aus seiner Sicht sei eine Nachbesserung der Quote aber unumgänglich. (hds)




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