28.09.2010   |   Myllykoski

UPM verhandelt über Teil-Übernahme

Von Daniel Schilling

Die finnischen Unternehmen verhandeln über einen Verkauf der Myllykoski-Aktivitäten in Finnland, Deutschland und den Vereinigten Staaten. Hintergrund sind hohe Schulden bei Myllykoski.

Myllykoski Papiermühle Plattling

Myllykoski Papiermühlen in Plattling: Bald Teil von UPM?

(dmnet) Der finnische Papierhersteller Myllykoski befindet sich in intensiven Verhandlungen mit seinen Kreditgebern über eine Refinanzierung seiner Schulden. Das Unternehmen hatte im letzten Jahr einen Verlust von 68 Millionen Euro gemacht, wobei ein Großteil des Minus allerdings einmalige Aufwendungen sind. Schwierig für die Finnen ist aber, dass sie sich stark auf den Markt für Rollendruck-Zeitungspapiere spezialisiert haben, in dem die Nachfrage tendenziell sinkt.

Ein Weg könnte sein, Myllykoskis Produktionsaktivitäten in Finnland, Deutschland und den Vereinigten Staaten an den Wettbewerber UPM-Kymmene zu verkaufen, wozu aktuell Verhandlungen laufen, wie UPM heute bekannt gab. Dabei würde von Myllykoski als Hersteller allerdings nicht mehr viel übrig bleiben, denn Papiermühlen in anderen Ländern haben die Finnen nicht.

Ob es soweit kommt, ist allerdings im Augenblick noch offen. Auch auf Nachfrage von Druck&Medien hielt man sich bei UPM über den Stand der Verhandlungen bedeckt. Zuviele Punkte der Transaktion sind im Augenblick anscheinend noch ungeklärt.

Anfang des Monats gab es bereits Gerüchte über eine Zusammenarbeit von Stora Enso, Holmen und Norske Skog. Auch hier war der Hintergrund der rückgängige Markt für Zeitungsdruckpapier. Diese Gerüchte haben sich allerdings bislang als gegenstandslos erwiesen.




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