08.09.2010   |   Initiative Pro Recyclingpapier

Studie sieht Nachhaltigkeit im Kommen

Von Daniel Schilling

Eine Studie der Wirtschaftsberatung A.T.Kearny bescheinigt nachhaltigem Wirtschaften im Allgemeinen und Recyclingpapier im Besonderen eine stark gewachsene Akzeptanz in Unternehmen und bei den Kunden.

Michael Söffge Initiative Pro Recyclingpapier

Michael Söffge, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier bei der Vorstellung der Studie

(dmnet) Nachhaltigkeit ist in deutschen Unternehmen inzwischen oft Chefsache, weil die Kunden und auch die Mitarbeiter es so wollen. So lautet ein Fazit einer Studie mit dem Titel "Zukunftstrends: Recyclingpapier und ökologische Nachhaltigkeit", die die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und die Wirtschaftsberatungsfirma A.T. Kearney heute in Berlin vorstellten.

Im Mittelpunkt der Studie, stand aber die Frage nach der Akzeptanz und dem Einsatz von Recyclingpapier in Unternehmen. A.T. Kearney hatte dazu über eine Online-Befragung die Meinung von 120 Unternehmen quer durch alle Branchen eingeholt. Viele der Befragten gaben an, dass die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens für ihr Unternehmen in den kommenden drei Jahren deutlich zunehmen wird. Carsten Gerhardt, der bei A.T. Kearney die Studie konzipiert und geleitet hatte, erklärte dazu: "Aufgrund des starken Trends zu nachhaltigem Wirtschaften ist Recyclingpapier für Unternehmen aller Branchen in hohem Maße handlungsrelevant geworden".

Diese Botschaft lag auch Michael Söffge und Sönke Nissen, von der IPR am Herzen. IPR-Sprecher Söffge erklärte aber auch, warum der Faktor Papiereinsatz kein Randthema bei der nachhaltigen Ausrichtung eines Unternehmens ist: So soll die Produktion von Recyclingpapier 60 Prozent weniger Wasser und Energie kosten als herkömmliches Papier. Sie wiesen darauf hin, dass sich ein Großteil der Unternehmen dieser ökologischen Vorteile durchaus bewusst sind.

Die Studie kommt daher zu dem klaren Ergebnis, dass der Bedarf an Recyclingpapier in den kommenden Jahren stark steigen wird. Auf die Frage von Druck&Medien in der anschließenden Diskussionsrunde, wie sich das denn mit dem bereits jetzt sich abzeichenden Mangel beim Rohstoff Altpapier verbinden lässt, war die Antwort allerdings etwas blass: Man dürfe halt nicht so viel Altpapier exportieren, sondern soll den Rohstoff hier im Lande verarbeiten.




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