06.09.2010   |   European Web Association

Einmischung der EU unerwünscht

Von Daniel Schilling

Die Vereinigung der Rollenoffset- und Tiefdrucker EWA möchte den Strukturwandel in ihrer Branche ohne staatliches Eingreifen bewältigen. Nachdem der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss der Europäischen Kommission im Juli empfohlen hatte, genau dies zu tun, äußerte der Branchenverband jetzt seine Unzufriedenheit.

EWSA-Hearing in Berlin

Schon beim Hearing des EWSA im März in Berlin prallten die Positionen aufeinander.

(dmnet) Seit einigen Monaten hat der Europäische Wirtschafts- und Sozialrat (EWSA), ein beratendes Gremium der Europäischen Union, das die Positionen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in die Beschlussfassung einbringen soll, die Großunternehmen der Druckindustrie im Auge; speziell Tief- und Rollenoffsetdrucker.

Eine Studiengruppe untersuchte, ob es notwendig ist, den Strukturwandel in dieser Branche durch ein Eingreifen der europäischen Institutionen abzufedern und zu unterstützen; etwa, indem Arbeitnehmer umgeschult werden oder Betriebe Mittel zur Stilllegung von Ressourcen erhalten.

Während die Arbeitnehmer-Organisationen in der Studiengruppe ein solches Eingreifen befürworten, wenn es den Beschäftigten nützt, und auch die Vertreter der Europäischen Kommission nicht gänzlich abgeneigt sind, lehnt die European Web Association (EWA) genau das grundsätzlich ab. Dennoch verabschiedete der EWSA am 14. Juli eine Stellungnahme, in der der Europäischen Kommission empfohlen wird, den Strukturwandel in der Druckindustrie zu beobachten und zu begleiten.

Als Reaktion diese Stellungnahme stellte EWA-Sprecher Michael Dömer jetzt noch einmal die Position seines Verbandes klar: "Die Unternehmer des deutschen Rollenoffsets sprechen sich gegen Subventionen aus. Auch zentrale Steuerung und Finanzierungen von Umschulungsmaßnahmen für bestimmte Unternehmen, die diese Mittel im Rahmen von Sozialplänen erhalten sollen, führen zu Verzerrungen."




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