11.05.2010   |   Hubertus Wesseler

Zweitägige Hausmesse mit Stargästen

Für seine zweitägige Hausmesse Anfang Mai hatte sich der Großhändler Hubertus Wesseler etwas besonderes ausgedacht: Er lud am zweiten Tag Experten aus Wirtschaft und Medien zum Symposium. Stargast und Keynote-Sprecher war der Fußballmanager Rainer Callmund.

Wesseler Symposium

Hubertus Wesseler ergänzte seine Hausmesse um ein Symposium

(dmnet) "Experten treffen Könner" war der Titel unter dem die Hubertus Wesseler GmbH zu einer Podiumsdiskussion an den Stammsitz in Georgsmarienhütte eingeladen hatte. Die hochkarätig besetzte Runde mit der Fußball-Legende Reiner Calmund, dem erfolgreichsten Autohändler Deutschlands Burkhard Weller, dem Philosophen und Buchautor Klaus-Jürgen Grün, Management-Trainerin Daniela A. Ben Said, dem Berater Michael Apenberg und dem Chefredakteur des Uhrenmagazines Thomas Wanka, lockte über 300 Besucher in die Geschäftsräume des Großhandels für die grafische Industrie. Hinter dem Titel der Veranstaltung steckte sich die Frage danach, wie Druckereibetriebe in einem extrem geschwächten, konjunkturellen Umfeld profitabel sein können.

Vor der eigentlichen Diskussion präsentierte zunächst Reiner Calmund sein Verständnis von Unternehmertum, Leidenschaft und dem Willen zum Sieg. Sein Leitmotiv war: "Erfolgreich ist derjenige, der immer einmal mehr aufsteht, als er hinfällt. Hinfallen darf man, aufstehen muss man." Seine häufig recht bodenständige Rhetorik sorgte zwischenzeitlich für große Begeisterung und Szenenapplaus im Publikum.



Calmund bei Wesseler

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Klaus-Jürgen Grün hielt im Anschluss einen Vortrag zum Thema "Angst". Er unterschied dabei zwischen Furcht und Angst. "Furcht ist eine Empfindung, die wir als Menschen haben, wenn wir uns in einer unmittelbar gefährlichen Situation befinden", so der Philosoph, "Angst ist eine Belastung die wir erfahren, wenn wir  nicht einschätzen können, ob wir uns in einer gefährlichen Situation befinden oder nicht." Seine weiteren, bildhaften Ausführungen machten das Erklärte für die Anwesenden gut greifbar.


Doch was sind die Instrumente, die konkret das grafische Gewerbe in seinem Kerngeschäft unterstützen können? Hier brachte der Beitrag eines weiteren Gastes im Nachgang der Diskussion einen interessanten Aspekt zu Tage: "Authentizität!"

Moderator Bernd Zipper hatte im Rahmen der Diskussion seinen neuen "Ipad" gezeigt und angesichts dieser modernen Technologie nach der Zukunft des bedruckten Papiers gefragt. "Eine Zeitung ist authentisch", hieß es hierzu aus dem Auditorium, "Glauben Sie das alles, was da auf Ihrem Ipad steht? Wie willkürlich können diese Informationen in kürzester Zeit modifiziert werden – ohne dass Sie es merken?" Der Mehrwert einer Drucksache gegenüber Online-Medien läge vor allen Dingen in der Belastbarkeit der dort vermittelten Informationen. "Wenn Sie die Inhalte einer Zeitung löschen wollen, müssen Sie sie aufwändig verbrennen – im Internet reicht ein Klick", lautete der humoristische Epilog. (dsc)




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