08.05.2010 | VDM NRW
Über 200 Gäste in Münster
Am Freitag lud der Verband Druck + Medien NRW zu seiner jährlichen Hauptversammlung. Am Vorabend gab es ein "Champions Dinner" für die Betriebe, die in den vergangenen Monaten mit Branchenpreisen ausgezeichnet worden waren.
(dmnet) Die Druckindustrie in NRW blickt ungeachtet der aktuellen Wirtschafts- und Branchenkrise optimistisch in die Zukunft, denn Druckerzeugnisse werden trotz aller Unkenrufe auch in Zukunft gebraucht und produziert. Das war eine der Kernbotschaften der Jahreshauptversammlung, zu der der Verband Druck + Medien NRW rund 200 Vertreter von Druckereien, Agenturen und Verlagen am Freitag in Münster begrüßte.
Nach Angaben von Verbands-Geschäftsführer Oliver Curdt zeigen die Zahlen des vergangenen Jahres, dass NRW auch 2009 "Deutschlands Druckstandort Nr. 1" war. Nicht nur, dass 23 Prozent aller Druckunternehmen und Druckdienstleister in Deutschland hier ihren Sitz haben – auch knapp 32.000 oder 1/5 aller in der Branche beschäftigten Mitarbeiter arbeiten in hiesigen Betrieben.
Gleiches gelte auch für die Ausbildungsquote: Mit 1.330 neuen Auszubildenden im vergangenen Jahr liege die Druckindustrie in NRW bundesweit wieder an der Spitze. Die Ausbildungsquote liegt laut Curdt in NRW zwischen acht und zehn Prozent, in einigen Betrieben noch darüber. Rund 26 Prozent des Branchenumsatzes, der 2009 um 6,8 Prozent sank, kam auch 2009 wieder aus Nordrhein-Westfalen.
Ein weiterer Beleg für die gute Position der NRW-Druckindustrie sind laut Curdt die 34 Firmen und damit rund ein Drittel aller Preisträger, die im vergangenen Jahr bundesweit bei wichtigen Branchen-Awards ausgezeichnet wurden. Im Rahmen eines festlichen Empfangs, bei dem auch Münsters Bürgermeisterin Karin Reismann anwesend war, wurden sie am Donnerstag-Abend noch einmal vorgestellt und vom Verband geehrt. "Dass so viele herausragende Preisträger aus NRW kommen, verdeutlicht die besondere Stellung unseres Bundeslandes in der Druck- und Medienbranche", so Curdt in seiner Laudatio.
Während eines Pressegespräches machte der geschäftsführende Vorstand deutlich, dass das Internet und auch mobile Endgeräte zwar künftig einen großen Einfluss auf die Gesellschaft und deren Informations- und Kommunikationsverhalten hätten, Druckprodukte jedoch ihre Bedeutung beibehalten würden. Die besondere Bedeutung von gedruckten Medien finde sich in den Bereichen Werbung, Information, Verpackung, aber auch Vergnügen und Emotion.
Stärken lägen zudem gegenüber TV, Radio beziehungsweise Online oder Mobile im Zusammenspiel von Wort und Bild, in der Möglichkeit zur individuellen, zielgruppenspezifischen Ansprache, in der hohen Qualität des Inhalts und der "Verpackung" sowie in der besonderen Haptik.




