19.02.2010 | VDM Berlin-Brandenburg
Neues vom Sicherheitsdruck
Zu seinem jährlichen Crossmedialen Dialog lud der Branchenverband am Abend des 18. Februar wieder ins Berliner "Haus der Wirtschaft". Auf dem Programm stand diesmal das Thema Sicherheitsdruck.
(dmnet) Rund 80 Besucher hatten sich am Abend des 18. Februar im großen Saal des Haus der Wirtschaft in Berlin-Charlottenburg versammelt, um mehr zum Thema Veredelung und Sicherheitsdruck zu erfahren, aber auch um zu sehen und gesehen zu werden.
Michael Nitsche von Manroland führte zunächst in die Kaltfolientechnik ein und zeigte, was sich mit dieser Technologie alles herstellen lässt und wo die Stärken liegen. Besonders beeindruckend war zu sehen, wie feine Strukturen sich mit Kaltfolie drucken lassen. Kaltfolie kann auch eine alternative für metallisierte Bedruckstoffe sein und hat zudem den Vorteil, dass sich an den Stellen, an denen die Folie nicht aufgetragen wird, das Papier darunter ganz normal bedrucken lässt. Nitsche wies allerdings auch darauf hin, dass das Zusammenspiel von Papier, Haftfarbe und Folie einige Erfahrung fordert und die Rüstzeiten der Maschine zudem recht hoch sind.
Günther Garvs von der Hamburger Beratungsgesellschaft Code-n-Key Solution erklärte im Anschluss daran den Nutzen von Veredelungs- und Sicherheitstechnologien im Druck für die Produktsicherheit. Dabei kann es sich um für jeden sichtbare Maßnahmen wie eine aufwendig veredelte Produktverpackung handeln, die nur schwer zu kopieren ist und dem Kunden daher eine gewisse Sicherheit gibt, ein Original zu erwerben. Möglich sind aber auch "unsichtbare" Sicherheitsmaßnahmen, mit deren Hilfe später die Dokumentation von Missbräuchen möglich ist, wie zum Beispiel einzigartige Sicherheitsfarben und Mikropunkte.
Die spektakulärsten Augenblicke des Abends gehörten allerdings Oliver Muth von der Berliner Bundesdruckerei. Er zeigte Beispiele für neue, elektronisch gesicherte Ausweisdokumente, die über ein integriertes Bewegtbild-Display für Fotos beziehungsweise für Texte verfügen. Auch gedruckte RFID-Etiketten gab es zu sehen.
Im Anschluss klang dann der Abend bei einem klassischen Berliner Büffet mit Buletten und Gulaschsuppe aus.







