05.02.2010 | Koenig & Bauer
Kleiner Überschuss 2009 möglich
Schwarze Zahlen dank massivem Stellenabbau konnte der Würzburger Druckmaschinenhersteller in seinem vorläufigen Bericht für das Geschäftsjahr 2009 verkünden.
(dmnet) Für den Druckmaschinen-Hersteller KBA ist das Krisenjahr 2009 am Ende glimpflich verlaufen. Den vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr ist zu entnehmen, dass das Unternehmen nach Steuern sogar einen kleinen Jahresüberschuss erwirtschaftet hat.
Das gute Ergebnis ist das Resultat rigider Sparmaßnahmen: 1000 Mitarbeiter mussten bereits gehen. 700 weitere werden 2010 ihren Arbeitsplatz verlieren. Beim Auftragseingang verbuchte KBA hingegen deutliche Verluste gegenüber dem Vorjahr, das allerdings auch ein Drupa-Jahr war: Knapp 890 Millionen Euro 2009 bedeuteten gegenüber den 1.241,5 Millionen Euro des Vorjahres einen Verlust von 29 Prozent.
Bei dieser Gelegenheit wies der KBA-Vorstand auch noch einmal darauf hin, dass die teuere Restrukturierung anders als beim Wettbewerber ohne staatliche Hilfe gestemmt wurde. Die Eigenkapitalquote des Druckmaschinenherstellers liege mit gut 34 Prozent deutlich über dem Branchendurchschnitt und auch die Nettofinanzposition sei weiterhin positiv. Verfügbare Kreditlinien mussten bisher nicht in Anspruch genommen werden.
Die endgültigen Zahlen gibt KBA am 26. März bekannt (dsc)





Es ist richtig, an Personal zu sparen; reicht aber nicht! Das Management muss gewechselt werden- so wie bei Heidelberg schon geschehen.
Herr Hansen hat gewiesen, dass eine Wende möglich ist. Bleibt zu hoffen, dass er auch das Management (beispielsweise im schwachen Vertrieb) erneuert. Die Produktionskosten müssen weiter gesenkt werden, um gegenüber der asiatischen Konkurenz bestehen zu können.
Ohne diese Weichenstellungen, haben die deutschen Maschinenbauer keine Chancen in der Zukunft.
(wir glaubten viel zu lange, die einzigen zu sein, die Maschinen bauen können!!!)