22.07.2009   |   PT Druckpartner Engels

Geschäftsführer zieht die Notbremse

Von Clemens von Frentz

Die Druckerei in Mönchengladbach, die erst 1990 gegründet worden war und zuletzt rund 30 Personen beschäftigte, hat Antrag auf Insolvenzeröffnung eingereicht. Für die Gesellschafter Heinz-Peter und Thomas Engels ist es nicht die erste Insolvenz.

(dmnet) Die Entscheidung fiel am Dienstag um 14.43 Uhr: Das Amtsgericht Mönchengladbach ordnete an, dass die PT Druckpartner Engels GmbH (Gesellschafter: Heinz-Peter Engels und sein Sohn Thomas Engels) unter vorläufige Insolvenzverwaltung gestellt wird (Aktenzeichen: 19 IN 95/09).

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Mönchengladbacher Rechtsanwalt Volker Quinkert. Der Jurist ist mit den Verhältnissen gut vertraut, da er 2002/2003 bereits die Insolvenz der Vorgängergesellschaft PT Druckpartner Heinz Peter & Thomas Engels GbR (Aktenzeichen: 19 IN 229/02) betreute.

Das ehemalige Familienunternehmen, das 2003 in eine GmbH umgewandelt wurde, war in den vergangenen Jahren zu einem anerkannten Spezialisten für anspruchsvolle Veredlungsaufgaben speziell im UV-Bereich geworden. Möglich machte es ein gut sortierter Maschinenpark mit zahlreichen Modellen aus dem Hause Heidelberg, darunter eine Speedmaster CD 74-5 und eine Speedmaster CD 102-5 (beide mit Lackierwerk) sowie eine Speedmaster SM 52 mit fünf Farben und Dispersionslackwerk.

Entsprechend hoch waren die finanziellen Belastungen, die das Unternehmen zu bewältigen hatte. Ende 2007 belief sich die Höhe der Verbindlichkeiten bereits auf 4,31 Millionen Euro, nachdem sie Ende 2006 noch bei knapp zwei Millionen Euro gelegen hatte. Zum Vergleich: Die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2007 lag bei 4,60 Millionen Euro, der Wert der Sachanlagen wurde mit 3,90 Millionen Euro beziffert.




Kommentare zu diesem Beitrag

Wolf Brack , 14.07.2011:
Als ich im Jahre 2000 bis 2001 für die Firma PT-Druckpartner im Außendienst arbeitete, stellte sich mir die Aufgabe mich in einem sehr gut sortieren Betrieb ein zu finden und mit den Anzeigeblättern "Unser Rheydt", "Unser Odenkirchen" und "Unser Giesenkirchen" den Printmarkt in Mönchengladbach zu erschließen. Es herschte schon zur damaligen Zeit ein sehr großer Druck auf die Mitarbeiter und das Betriebsklima war fast kaum aus zu halten. Der Kundenkreis wurde zwar täglich größer, wobei aber der Bedarf an Druckware im gesamten Mönchengladbach einfach überschätzt wurde. Der derzeitige Maschinenpark hatte zwar höchstes Niveau, doch wer will das als Kunde wissen ? Letztlich waren es mehrere Komponenten gleichzeitig, die den Betrieb zu sehr in die Enge trieben, bei allem guten Willen der Geschäftsführer.
Wolf Brack, 14,o7.2o11, wuppertaler-extrablatt.de

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