06.07.2009   |   Thai Gorilla Pulp

Papier ohne Bäume?

Ein neues von der Thai Gorilla Pulp entwickeltes Verfahren nutzt die Abfälle aus der Palmölproduktion für die Zellstoffgewinnung.

Fruit-Ramp

Die Palmölproduktion läuft auf Hochtouren

(dmnet) Die Thai Gorilla Pulp bezeichnet das Verfahren als "Alternative zur Papierproduktion aus Bäumen, die den Regenwald schützt, CO2-Emissionen unterbindet und gleichzeitig weniger Chemikalien im Produktionsprozess einsetzt." Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in den vergangenen sechs Jahren über 8,5 Millionen Dollar in die Forschung und Entwicklung der neuen Technologie investiert. Für die Pulp-Gewinnung werden laut Unternehmensangaben lediglich die Ernteabfälle der vor allem in Asien zur Produktion von Pflanzenöl angebauten Palmölplantagen genutzt.

"Alleine dadurch, dass die Abfälle nicht mehr verbrannt werden, werden täglich 250 Tonnen CO2-Ausstoß unterbunden", sagt Markus Graf Matuschka von Greiffenclau, Hauptinvestor der Thai Gorilla Pulp LTD. Dazu komme, dass das Verfahren über 50 Prozent weniger Chemikalien als traditionelle Papierherstellungsverfahren benötige, lange Transportwege spare und in Entwicklungsländern grüne Arbeitsplätze schaffe.

In einer Pilotfabrik in Thailand produziert Thai Gorilla Pulp, eine Tochter der Pulp GreenTec Holding AG in Liechtenstein, zur Zeit 20 Tonnen Pulp täglich. Nach eigenen Angaben schützt das Unternehmen dadurch 10.000 Quadratmeter Regenwald pro Tag.

Das hat der Regenwald auch bitter nötig. Denn auch aufgrund des in den letzten Jahren förmlich explodierten Palmölverbrauchs und der dafür stetig ausgeweiteten Anbaugebiete wird er – unter anderem in Südostasien – in großem Stil gerodet. (ila)




Kommentare zu diesem Beitrag

K.H. Fischer , 06.07.2009:
Dann wird das von einem Ende der Welt zu uns verschifft, wo bleibt dann das ganze ÖKOsinn?

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