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Trendanalyse Dezember 2009
Kritische Arbeitsmarktzahlen
Die deutlich gestiegenen Insolvenzzahlen und die exorbitant zunehmende Kurzarbeit lassen für die deutsche Druckindustrie in naher Zukunft eine wachsendeArbeitslosigkeit erwarten. Da auch mit einem starken Investitionsrückgang 2008 und 2009 gerechnet werden muss, werden zukünftig zu wenig neue Arbeitsplätze geschaffen. Die positiven Geschäftserwartungen sprechen dafür, dass die Rezession beendet sein könnte.
Die Erfahrungen zeigen allerdings, dass die Erwartungen für die Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten jeweils deutlich besser sind, als die Lage dann ein halbes Jahr später tatsächlich eingeschätzt wird – ein sogenannter Erwartungsbias oder Optimismusüberschwang. Wesentliche Investitionsbedingungen haben sich aber nicht gebessert, denn die Kreditvergabe wird nach wie vor als restriktiv eingeschätzt. Kein Wunder – lässt sich doch am Aktienmarkt im Investmentbereich bei steigenden Kursen derzeit wesentlich leichter verdienen als bei bearbeitungsaufwendiger Kreditvergabe.
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Kurzarbeiter
Zum Juni 2009 war in der deutschen Druckindustrie in 1.333 Betrieben Kurzarbeit angemeldet. Dank des durch die Bundesregierung erleichterten Zugangs und der auf 24 Monate ausgeweiteten Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kurzarbeit gelingt es derzeit noch, Fachkräfte in den Unternehmen zu halten.
Geschäftserwartung für das nächste Halbjahr
Dem steilen Fall bei den Geschäftserwartungen folgt der steile Anstieg. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes haben früher denWendepunkt erreicht als die der Unternehmer der Druckindustrie. Und sie sind sogar schon wieder überwiegend positiv, also über der Nulllinie.




