Trendanalyse April 2009

Sind Drucker bereit für Fusionen?

In den letzten Wochen wurde in der Branche wieder öfter über Fusionen oder Joint Ventures nachgedacht. Wir wollten es genauer wissen und haben in einer Blitzumfrage 97 Druckereibesitzer nach ihrer Meinung befragt. Demnach ist jede fünfte Akzidenzdruckerei (19 Prozent) unter bestimmten Voraussetzungen bereit, eine Fusion einzugehen. Sechs Prozent der Betriebe haben immerhin eine Fusion als denkbare Option bezeichnet und sich schon konkret damit beschäftigt.

Die Umfrageergebnisse zeigen weiterhin, dass die Ablehnung der Idee, ein Jont Venture einzugehen, umso größer ausfällt, je kleiner die Akzidenzdruckerei ist. Bei Betrieben mit bis zu 19 Mitarbeitern können sich lediglich drei Prozent vorstellen, mit einem anderen Unternehmen zusammenzugehen. Bei den großen Unternehmen ab hundert Mitarbeitern sind es hingegen schon 36 Prozent, die eine Fusion nicht grundsätzlich ablehnen. Am ausgeprägtesten ist die Bereitschaft zu fusionieren bei den größeren mittelständischen Unternehmen.

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Über 50 Prozent der Befragten im Bereich Bogenoffset gaben an, dass sie im Jahre 2007 keinen einzigen Tag in die Managementfortbildung investiert haben. Gerade einmal drei Prozent der Unternehmen haben ihre Manager angemessen fortgebildet.

Akzidenzdruckerei (über 100 Mitarbeiter)

Die überwiegende Mehrheit der großen Betriebe lehnt mit 61 Prozent eine Fusion ab. Mit neun Prozent ist die Bereitschaft zu einem Firmenzu­sammen­schluss in dieser Gruppe am höchsten. Weitere 27 Prozent der Betriebe wären unter bestimmten Voraussetzungen bereit, eine Fusion in Betracht zu ziehen.

Bei den Rollenoffset-Druckern bietet sich ein etwas anderes Bild als bei den Bogenoffset-Betrieben. Aber auch hier gaben 45 Prozent der Befragten an, dass sie 2007 keinen Tag in die Managementfortbildung investiert haben. Elf Prozent haben zwei Tage ihre Manager fortgebildet.

Akzidenzdruckerei (50 bis 99 Mitarbeiter)

Als "Stuck in the middle" bezeichnen Wissenschaftler oftmals das Problem der mittleren Unternehmensgrößen, sich zwischen den Stühlen zu befinden. Hier ist mit insgesamt 50 Prozent die Zustimmung zu einer möglichen Fusion am größten und die eindeutige Ablehnung am geringsten.

43 Prozent der Befragten haben im vergangenen Jahr darauf verzichtet, ihre Manager fortzubilden. Immerhin gaben 34 Prozent an, ihre Manager mehr als zwei Tage qualifiziert zu haben. Mehr als fünf Tage Fortbildung gab es nur für eine kleine Minderheit.

Akzidenzdruckerei (20 bis 49 Mitarbeiter)

Je kleiner die Unternehmen sind, umso geringer ist offensichtlich die Bereit­schaft, über eine Fusion nachzudenken. Lediglich eine kleine Minderheit von vier Prozent der befragten Akzidenzdrucker wäre dazu bereit. Ein Drittel der Betriebe hat zu dem Thema keine Meinung.

Besonders gut ist es um die Fortbildung im Verpackungsdruck bestellt. Hier gaben 49 Prozent der Befragten an, im Jahre 2007 mehr als zwei Tage pro Jahr für die Managementfortbildung investiert zu haben. 24 Prozent glaubten, darauf verzichten zu können.

Akzidenzdruckerei (1 bis 19 Mitarbeiter)

"Wir bleiben so, wie wir sind!", lautet die selbstbewusste Botschaft der kleinen Familienbetriebe. Zwei Drittel der Akzidenzdrucker lehnen eine Unternehmens­zusammenführung rundheraus ab. Für 37 Prozent stellt ein Fusion kein Thema dar, und für nur drei Prozent der Betriebe wäre dies eine Option.

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