Trendanalyse März 2009

Moderater Produktionsanstieg

Den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal 2008 zufolge sind die konjunkturellen Bremsspuren nun erstmals mit einer verminderten Wachstumsrate des Pro­duk­ti­ons­wertes der Erzeugnisse und Leistungen von 0,6 % in der deutschen Druckindustrie angekommen. Dies war die niedrigste Quartalswachstumsrate nach 0,9 % und 3,2 % im ersten und zweiten Quartal. Im dritten Quartal 2007 war das Wachstum noch um 2 Prozentpunkte höher.

Für das Gesamtjahr 2008 wird das Wachstum des Produktionswertes allerdings positiv sein. Denn der Auftragseingangsindex weist für die vorliegenden Ergebnisse für Oktober bzw. November Wachstumsraten gegenüber den Vor­jahresmonaten von 0,6 % bzw. 2,1 % aus, so dass der Pro­duktionswert im vierten Quartal 2008 vermutlich eine geringe positive Wachstumsrate aufweisen wird, sofern nicht im Dezember ein Einbruch erfolgt ist.

Lediglich der Auftragseingangsindex fürs Ausland zeigt im Jahresschnitt bis November mit –4,2 % bereits Rezessionsfolgen.

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Über 50 Prozent der Befragten im Bereich Bogenoffset gaben an, dass sie im Jahre 2007 keinen einzigen Tag in die Managementfortbildung investiert haben. Gerade einmal drei Prozent der Unternehmen haben ihre Manager angemessen fortgebildet.

Struktur der Produktionswerte, Jan. bis Sept. 2008

Den Hauptanteil am Produktionswert der Druckindustrie haben Kataloge und Werbedrucke. Ihr Produktionswachstum im dritten Quartal betrug 1,1 %, so dass sich kumuliert bis September 3,1 % Wachstum ergeben haben. Das sind allerdings 1,2 Prozentpunkte weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Bei den Rollenoffset-Druckern bietet sich ein etwas anderes Bild als bei den Bogenoffset-Betrieben. Aber auch hier gaben 45 Prozent der Befragten an, dass sie 2007 keinen Tag in die Managementfortbildung investiert haben. Elf Prozent haben zwei Tage ihre Manager fortgebildet.

Produktionsvolumen, Jan. bis Sept. 2008

Der Gesamtproduktionswert der Druckindustrie teilt sich zu 88 % auf Erzeugnis­se und zu 12 % auf Leistungen auf. Letztere trugen zum Wachstum kumuliert bis September 2008 um rund 3,8 % bei, das Wachstum bei den Druckerzeug­nissen betrug dagegen 1,2 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

43 Prozent der Befragten haben im vergangenen Jahr darauf verzichtet, ihre Manager fortzubilden. Immerhin gaben 34 Prozent an, ihre Manager mehr als zwei Tage qualifiziert zu haben. Mehr als fünf Tage Fortbildung gab es nur für eine kleine Minderheit.

Auftragseingangsindizes nach Sparten

Bei den bereits vorliegenden Werten für Oktober und November 2008 ist der Auftragsbestand im Inland für die Druckindustrie insgesamt gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten um 1,7 % bzw. 3,5 % gestiegen, so dass für den Jahresdurchschnitt 2008 ein Wachstum von 1,2 % ausgewiesen wird.

Besonders gut ist es um die Fortbildung im Verpackungsdruck bestellt. Hier gaben 49 Prozent der Befragten an, im Jahre 2007 mehr als zwei Tage pro Jahr für die Managementfortbildung investiert zu haben. 24 Prozent glaubten, darauf verzichten zu können.

Erzeugerpreisindizes

Keine Entspannung an der Preisfront: Die Kosten für Energie und Druckpapier steigen weiter. Es gelingt nach wie vor nicht, diese Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben, wie der Index für Druckereileistungen zeigt. Und dass das zu Lasten der Erträge geht, ist eine Binsenweisheit.

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