Trendanalyse Februar 2009

Druckindustrie unter Ertragsdruck

An der traditionellen Herbstumfrage von Apenberg+Partner haben sich dieses Jahr 182 Unternehmen aus der deutschen Druckindustrie beteiligt. Die befragten Unternehmen erwarten für das Jahr 2009 insgesamt eine rückläufige Marktentwicklung (71 Prozent).

35 Prozent der Unternehmen befürchten sogar eine deutliche Ergebnisverschlechterung. Als Ursache für diese Verschlechterung sehen 73 Prozent der berücksichtigten Druckereibetriebe höhere Lieferantenpreise bei gleichzeitig stark rückläufigen Verkaufspreisen (48 Prozent).

Der zu erwartenden schwierigen Geschäftsentwicklung wollen inbesondere die Rollendrucker (mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen) mit steigenden Investitionen beikommen.

Die Entwicklung beim Personal fällt vor allem bei den Zeitungsdruckern sehr ungünstig aus; jedes zweite Unternehmen sieht vor, in diesem Jahr Stellen abzubauen. Jeder fünfte Rollendrucker hingegen will voraussichtlich neues Personal einstellen.

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Über 50 Prozent der Befragten im Bereich Bogenoffset gaben an, dass sie im Jahre 2007 keinen einzigen Tag in die Managementfortbildung investiert haben. Gerade einmal drei Prozent der Unternehmen haben ihre Manager angemessen fortgebildet.

Akzidenz Bogenoffset

72 Prozent der befragten Unternehmen im Segment Bogenoffset gaben an, dass sie eine negative Marktentwicklung für die kommenden zwölf Monate erwarten, hoffnungsvoll blicken immerhin sechs Prozent der Befragten ins neue Jahr. Steigende Lieferantenpreise erwarten 71 Prozent der Unternehmen.

Bei den Rollenoffset-Druckern bietet sich ein etwas anderes Bild als bei den Bogenoffset-Betrieben. Aber auch hier gaben 45 Prozent der Befragten an, dass sie 2007 keinen Tag in die Managementfortbildung investiert haben. Elf Prozent haben zwei Tage ihre Manager fortgebildet.

Akzidenz Rollenoffset

Bei den Rollendruckern befürchten trotz steigender Lieferantenpreise nur 31 Prozent eine negative Ergebnisentwicklung. Immerhin 27 Prozent erwarten bessere Ergebnisse im Jahr 2009. Bemerkenswert ist, dass in diesem Segment von 19 Prozent der Unternehmen ein Personalzuwachs vorausgesehen wird.

43 Prozent der Befragten haben im vergangenen Jahr darauf verzichtet, ihre Manager fortzubilden. Immerhin gaben 34 Prozent an, ihre Manager mehr als zwei Tage qualifiziert zu haben. Mehr als fünf Tage Fortbildung gab es nur für eine kleine Minderheit.

Etikettendruck

Nach den Rollendruckern wollen die Etikettendrucker am stärksten mit steigen-den Investitionen der schlechten Ergebnisentwicklung trotzen. Unternehmen, die Personal ab- und aufbauen wollen halten sich die Waage. Die Wertschöpfung erhält in diesem Segment die schlechteste Prognose.

Zeitungsdruck

Die Marktentwicklung wird von der Branche der Zeitungsdrucker am negativsten beurteilt. Dementsprechend will jedes zweite Unternehmen dieses Jahr weniger Mitarbeiter beschäftigen. Lediglich 13 Prozent der befragten Unternehmen sehen sich in der Lage, 2009 Personal neu einzustellen.

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