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Trendanalyse Januar 2009
Schwaches Auslandsgeschäft
Die deutsche Druckindustrie erwirtschaftete im dritten Quartal 2008 einen nominalen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro, das sind überraschend nominal 2,6 Prozent und real (preisbereinigt) 2,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresquartal.
Während jedoch die deutsche Wirtschaft allgemein im gleichen Vorjahresquartal mit Wachstumsraten von nominal 4,4 Prozent boomte, betrug sie für die deutsche Druckindustrie damals 2,2 Prozent und war damit nach dem zweiten Quartal die geringste des Jahres 2007.
Zur Umsatzentwicklung der Branche trugen im dritten Quartal 2008 das Inlandsgeschäft mit Wachstumsraten von drei Prozent überproportional und das Auslandsgeschäft mit 0,1 Prozent (beides im Vergleich zum dritten Quartal 2007) unterproportional bei.
Beim stagnierenden Auslandsgeschäft werden nun erstmals die konjunkturellen Bremsspuren bei den europäischen Handelspartnern deutlich. Im ersten Halbjahr 2008 waren mehr als zwei Drittel aller exportierten Druckerzeugnisse ins europäische Ausland gegangen.
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Umsatzwachstum der deutschen Druckindustrie
Kumuliert für die ersten neun Monate 2008 liegen die Umsatzwachstumsraten bei nominal drei Prozent und real 3,3 Prozent. Der Umsatz je Mitarbeiter beträgt 118.557 Euro, eine Steigerung um ein Prozent. Die Lohn- und Gehaltssumme macht am Umsatz 21,3 Prozent aus, – 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wachstum Inlands- und Auslandsumsatz, Exportquote
Das Inlandsgeschäft wuchs bis September 2008 um 2,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, das Auslandsgeschäft um 3,5 Prozent. Obwohl beim Außenhandel bereits Bremsspuren wegen der Rezession zu sehen sind, ist die Wachstumsrate noch immer höher. Die Exportquote wächst kontinuierlich.
Umsatz nach Sparten, Januar bis September 2008
Die Sammelposition „Drucken anderer Druckerzeugnisse“ hat mit 81 Prozent den größten Umsatzanteil. Ihr Wachstum bis September 2008 von drei Prozent trug wesentlich zum Gesamtwachstum bei. Eine negative Wachstumsrate gab es in der mit acht Prozent Anteil zweitgrößten Sparte, dem Zeitungsdruck.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die Beschäftigung ist in der Druckindustrie um 0,3 Prozent (501 Personen) auf 173.202 gesunken (Stichtag: 31.3.2008). 87 Prozent der Beschäftigten sind in West- und 13 Prozent in Ostdeutschland bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Zwei Drittel der Beschäftigten sind Männer.




