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Was Menschen bewegt

Von Peter Jeschke,
GC Graphic Consult

Was Menschen bewegt, gibt den Ausschlag. Somit zählt auch die Führungsfähigkeit, die Sie als Unternehmer beziehungsweise als Führungsteam leisten, um Mitarbeiter zu begeistern und mitzunehmen auf den Weg der Veränderung. Ganz wesentlich scheint mir dabei die Erkenntnis: Nur wer sich selbst gut führt, kann andere gut führen.

"Führung beginnt immer bei mir selbst"

Teufelchen

Es geht also um zwei Dinge. Führung beginnt immer bei mir selbst und aus der eigenen Führungsstärke heraus ist Bewegung bei Mitarbeitern möglich. Führung bei mir selbst hängt damit zusammen, gemäß dem Motto von Maybrit Illner: "Bleiben Sie fröhlich", in turbulenten Zeiten mental stark und optimistisch zu sein, um Ausstrahlung zu haben und damit Vorbild für die Mitarbeiter sein zu können. Ausstrahlung und Vorbild sind die wesentlichen Begriffe, die es zu erreichen gilt. Beginnen Sie einfach ein kleines Gedankenspiel: Wenn Sie so möchten, reflektieren Sie sich selbst. Wie gehen Sie mit sich selbst um, mit Ihren positiven und negativen Gedanken? Welche Macht geben Sie negativen Gedanken, geben Sie dem permanent auf Sie einströmenden "Kommunikationsmüll" der nicht anderes bewirkt als negative Stimmung?

Jeder von uns besitzt seinen kleinen „Quatschi“, der sagt, das kannst du nicht, das geht doch nicht. Dieser Quatschi sitzt auf der linken oder rechten Schulter und hört nicht auf, uns diese negativen Gedanken einzuflüstern. Treten Sie ihm vehement entgegen. Brüllen Sie in an. Hier denkt der Boss und dieser Boss denkt optimistisch. Stellen Sie sich gegen die negative Flut Ihrer Gedanken.


In vielen Fällen ist es einfach so. Es ist wie es ist. Die Sache ist nicht zu verändern. Sie können lediglich Ihr Empfinden dadurch steuern, welche Haltung und Einstellung Sie zur Sache an sich haben. Dieses Mittel ist wuchtig und mächtig.

Lassen Sie mich diese Thematik anhand eines kleinen Beispiels erläutern. Stellen Sie sich vor, Sie haben einen besten Freund. Sie selbst sind begeisterter Tennisspieler, ebenso Ihr Freund. Die Saison ist fast vorüber. Sie beide haben intensiv trainiert auf das finale Match, das Sie für den 15. September vereinbart haben. Der 15. September ist ein Sonntag. Sie freuen sich sehr, dass dieses finale Match über den Erfolg der ganzen Saison entscheidet. Sie messen sich mit Ihrem besten Freund und können gehen anschließend beruhigt in die Wintersaison. Natürlich sind Sie aufgeregt, natürlich sind Sie gespannt und fiebern dem 15. September entgegen. Der Tag kommt, Es ist 8:00 morgens. Sie öffnen das Fenster und es gießt in Strömen. Was ist, ist! Nun können Sie sich den Tag mit folgenden Gedanken kaputt machen: Dass das immer nur mir passieren muss, jetzt habe ich so intensiv trainiert. Gerade heute wäre ich fit gewesen. Es kommt kein nächster Tag. Beim nächsten Mal ist der Tennisplatz belegt usw. usw. – so dass Ihnen der ganze Sonntag vermiest ist. Oder Sie denken ganz einfach, o. k., heute regnet es. Wie können wir den Tag anders nutzen? Und wir verlegen das finale Match in die Halle, so dass z. B. 14 Tage später dieses kleine Spiel stattfinden kann.

Gefragt: Ihre Einstellung

Es liegt an Ihnen, welche Einstellungen Sie zu Situationen einnehmen. Dies bestimmt maßgeblich Ihre eigene Ausstrahlung und Ihr eigenes Wohlbefinden.

Ein weiterer Kniff auf dem Weg „halb leer, halb voll“ ist eben sehr stark gekennzeichnet dadurch, dass Sie Selbstvertrauen zu sich selbst entwickeln. Es gilt ein Credo: Ich kann mich auf mich verlassen. Ich kann mich darauf verlassen, die Vision, die ich im Herzen und im Kopf trage, schrittweise zu realisieren, getragen mit dem Gefühl wie es ist, wenn diese Vision bereits realisiert ist. Jeden Tag ein kleiner Schritt auf dem Weg zu Ihrer Vision gibt Ihnen Kraft, gibt Ihnen die Zuversicht, trotz kleiner Rückschläge am Ende das Ziel dennoch zu erreichen.

Anregungen aus dem Sport

Auch hier gibt es Anknüpfungspunkte aus dem Sport. Das Gefühl, wie es ist, das Ziel erreicht zu haben. Jeder Abfahrtsläufer im Skirennsport stürzt sich nicht einfach den Hang hinunter. Er ist hoch konzentriert und in dem Moment wo er sich abstößt und den Rennlauf beginnt hört er noch einmal das Tosen des Applauses, wie es ist, wenn er dann am Siegerpodest stehen wird.

Es geht auch darum, sich selbst immer wieder zu überwinden. Belasten Sie sich nicht mit all den negativen Gedanken, mit allen unangenehmen Dingen, die vor Ihnen liegen, packen Sie das Schwierigste, das Unangenehmste immer sofort an, verändern Sie dort am intensivsten, wo der Schmerz am größten ist. Schnell, sofort konfrontieren mit den Dingen die unangenehm sind, sofort verändern, bevor es im wahrsten Sinne „NOTwendig“ wird.

Diese kleinen Kniffe geben Ihnen Kraft, Zuversicht, Mut und Ausstrahlung, geben Ihnen somit überhaupt in der Lage zu sein, zu führen, Vorbild zu sein. Mit diesem Selbstverständnis begegnen Sie Ihren Mitarbeitern, fordern und fördern Mitarbeiter in einem aggressiven Umfeld. Dieses aggressive Umfeld ist in diesem Zusammenhang durchaus positiv gemeint, des Siegenwollens. Schaffen Sie eine Siegermentalität, die durchaus mit aggressivem Grundpotenzial, besser zu sein als andere, versehen ist.

Parallel dazu schaffen Sie ein Klima der Bindung, der Fürsorge, der Geborgenheit, aus dem diese Siegermentalität wachsen kann.

Gefordert sein, Anreize finden

Menschen bewegen sich sehr stark dadurch, dass sie gefordert werden und Anreize finden. Am besten erkennen Sie dies daran, zu welchen Extremleistungen Menschen oftmals in der Freizeit fähig sind. Etwas von dieser Leistungsfähigkeit hineinzubringen in die Unternehmen, stellt einen hohen Reiz dar. Das nebenstehende Schaubild zeigt das Spannungsfeld von Leistungsvermögen und Anforderung. Halten Sie Ihre Mitarbeiter durch stetige Führungsinterventionen im „Flowkanal“ so entsteht Leistungsorientierung, Freude, Kraft, Zuversicht und Motivation für jeden einzelnen Mitarbeiter und die Zuversicht noch mehr leisten zu können, was den Einzelnen wie auch das gesamte Unternehmen bewegt.

Sie sehen, es beginnt bei Ihnen. Mit Ihrer Ausstrahlung, mit Ihrer Kraft, mit Ihrer Zuversicht. Im Kontext von Aggression, Bindung und Flow entsteht Leistungsorientierung, Kraft und Power für Unternehmen, gestaltet durch Sie selbst, zusammen mit Ihren Mitarbeitern. Nehmen Sie sich Zeit, sich um Mitarbeiter zu kümmern. Schaffen Sie das Klima für sich selbst und andere. Dies ist die Basis, um Unternehmen zu positionieren, das einzigartige Flair Ihres Unternehmens nach außen zu kommunizieren und stetig Effizienz zu erzeugen.

Peter Jeschke

Geschäftsführender Gesellschafter der GC Graphic Consult, Unterschleißheim / München
Beratungsschwerpunkte: Strategie, Organisation, Vertrieb, Personalentwicklung, Sanierung
Internet: GC-online.de
http://www.gc-online.de/

 

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