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Frühwarnsysteme - ein Muss?

Krähender Hahn

Von Thomas Klose,
GC Graphic Consult


In Zeiten, in denen die Wirtschaft zusehends an Dynamik gewinnt und Risiken zunehmen, sind Frühwarnsysteme immer häufiger Gegenstand von Diskussionen.

Doch was sind Frühwarnsysteme, wo liegen ihre Schwächen und wichtiger - was bewirken sie wirklich?

Im Allgemeinen versteht man darunter ein Indikatorennetz, das über das gesamte Unternehmen gespannt wird, um Signale frühzeitig wahrzunehmen, auszuwerten und davon Entscheidungen abzuleiten. Der erzielte Zeitgewinn verschafft den Unternehmen die Möglichkeit, adäquat zu reagieren und zu verbessern. Das Zeitpolster kann jedoch nur dann genutzt werden, wenn effektive Maßnahmen schnell abgeleitet und umgesetzt werden. Vorraussetzung dafür ist eine flexible Betriebsstruktur, die eine schnelle Anpassung an veränderte Bedingungen ermöglicht.

Um das sicherzustellen, setzten Frühwarnsysteme nicht nur darauf, zukünftige Entwicklungen möglichst früh und exakt zu prognostizieren, sondern fördern zudem eine kontinuierliche Auseinandersetzung der Mitarbeiter mit den Veränderungen rund um ihr Umfeld.

Doch auch das Frühwarnsystem kommt schnell an seine Grenzen. Es kann nur dann effizient arbeiten, wenn es in eine abgestimmte Organisation eingebettet ist. Diese sollte neben der Früherkennung ein gut strukturiertes Controlling zur Unternehmensplanung und -kontrolle sowie ein zeitnahes Berichtssystem enthalten. Die Unternehmensführung kann auf die Instrumente zurückgreifen um eine umfangreiche Prophylaxe herzustellen und Liquidität und Rentabilität auf längere Sicht zu wahren.

Wie kann die Früherkennung umgesetzt werden?

Für die meisten Unternehmen ist insbesondere das operative Früherkennungssystem relevant, das kennzahlen-/ und indikatororientiert ist. Bei der Früherkennung mit Hilfe von Kennzahlen ist ein Zeitvergleich der jeweiligen Werte von zentraler Bedeutung. Ein Über- bzw. Unterschreiten bestimmter Schwellenwerte führt zu einem Warnsignal. Dabei spielt die Hochrechnung eine große Rolle, um auch zukünftige Zahlen heranziehen zu können. Beispiele hierfür sind Auftrageingangsverringerung und Fluktuationserhöhung.

Indikatororientierte Früherkennungssysteme verarbeiten Informationen qualitativer Art. Beispiele findet man in der Analyse des Geschäftsklimas oder von Gesetzesänderungen.

 

Auffällig ist, dass Frühwarnsysteme nicht nur Daten zur Abwendung von Gefahren liefern sondern auch Chancen signalisieren können. Damit bietet es neben der Absicherung von Risiken auch die Möglichkeit zukünftige Potentiale des Unternehmens wahrzunehmen.

 

Thomas Klose

Thomas Klose
Management Consultant, GC Graphic Consult, Unterschleißheim / München
Beratungsschwerpunkte:Strategie, Finanzen und Controlling, Organisation, Prozess- und Workflowoptimierung, Sanierung, Management auf Zeit
Internet: www.GC-online.de

 

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